Gastartikel: Vegan in Argentinien

Als Veganer durch Argentinien zu reisen ist nicht ganz einfach, aber auch nicht unmöglich. Bekannt ist Argentinien schließlich in erster Linie für gutes Rindfleisch, Mate-Tee und leckeren Rotwein.

Eine Bekannte erzählte mir, dass sie vor ca. 15 Jahren als Vegetarierin nicht viel außer Salat und Pommes Frites bekommen hat. Das hat sich mittlerweile eindeutig geändert.

Allerdings kann es durchaus vorkommen, wenn man in Restaurants nachfragt, ob es vegane Gerichte gibt, dass man dann erst einmal erklären muss was man damit überhaupt meint oder eben auch keine Nudeln, etc. möchte, wo nur ein bisschen Ei drin ist.

Veganer im Land

Die Anzahl der Vegetarier und Veganer in Land steigt, auch weil das Umweltbewusstsein bei den Leuten immer größer wird. Dennoch gibt es keine genauen Zahlen, wie viele Veganer es im Land gibt, aber besonders die jüngere Generation achtet sehr auf Tier- und Umweltschutz. Letztes Jahr im August gab es auf der weltgrößten Landwirtschaftsmesse einen Zusammenstoß zwischen Tierschützern, unter denen sich viele Veganer befanden, und den Gauchos (traditionelle Landarbeiter, die am liebsten nicht einen Tag im Jahr auf Fleisch verzichten wollen). Es folgte eine massive Debatte im Land über den Verbrauch von Lebensmitteln tierischen Ursprungs. Ich persönlich glaube allerdings nicht, dass sich diese zwei „Fraktionen“ jemals einigen können.

Insgesamt hat der Fleischkonsum pro Kopf letztes Jahr jedoch abgenommen, was vielleicht auch daran liegt, dass Fleisch, gemessen am durchschnittlichen Einkommen, sehr teuer geworden ist.

Typisches Essen in Argentinien

Was sind denn eigentlich typisch argentinische Speisen?

Natürlich ist in den meisten Gerichten Fleisch enthalten. Das wohl bekannteste Essen aus dem südamerikanischen Land ist das „Asado“, Grillspezialitäten. Dabei kann Rind, Schwein, Lamm oder Huhn auf den Grill kommen. Dazu gibt es Salate und Brot. Man kommt mit Freunden oder der Familie zusammen, isst, trinkt und feiert oder sitzt einfach gemütlich beisammen. Außerdem sind Empanadas sehr beliebt. Das sind Teigtaschen die entweder mit Fleisch, Hühnchen oder mit Gemüse, also auch für Veganer geeignet, gefüllt werden und dann im Ofen gebacken oder frittiert werden. Dann gibt es noch Locro und Guiso, das sind Eintöpfe. Außerdem hat die italienische Küche, Pizza und Pasta großen Einfluss. In den nördlichen Provinzen, an der Grenze zu Bolivien, gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Kartoffelsorten, die in Tontöpfen mit Öl und groben Salz geschwenkt werden – sehr lecker, das sollte man unbedingt probieren, falls man in diese Region kommt.

Vegane Restaurants

Vor allem in größeren Städten wie etwa Buenos Aires oder Córdoba gibt es mittlerweile eine Auswahl an verschiedenen vegetarischen und veganen Restaurants. Eines das ich selbst ausprobiert habe und wirklich lecker war ist das: „Green Factory“ (Sanabria 4509, Buenos Aires). Dort gibt es auch veganen Kaffee, Kuchen und veganes Eis.

Fazit

Auch in dem Land das mit den höchsten Fleischkonsum hat ist es durchaus möglich als Veganer seinen Urlaub zu verbringen, vielleicht ist die Auswahl der Gerichte, besonders in ländlichen Regionen, sagen wir mal etwas eingeschränkt. Wem dies aber nichts ausmacht, den erwarten spektakuläre Landschaften, Artenvielfalt, verschiedene Klimazonen und herzliche Menschen.


Text: Annika Tag

Vielen lieben Dank, liebe Annika für diesen spannenden Einblick!

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