Gastbeitrag: Wie sieht eine optimale vegane Ernährung aus?

Heute gibt es einen, wie ich finde, sehr informativen Gastbeitrag von Max von Vegane Revolution. Anfang der Woche in meinem MAMA MONDAY ging es ja schon um die Ernährung, genauer gesagt um vegane Babynahrung aus dem Dampfgarer. Heute sind die Erwachsenen dran.

Sich für eine vegane Lebensweise zu entscheiden ist schon mal sehr gut. Denn in jedem Fall tragen wir dazu bei, dass die Umwelt wesentlich weniger belastet wird und Tiere nicht für uns leiden müssen.

Aber was gehört denn wirklich alles in eine gesunde und vegane Ernährung?

Schließlich gibt es mehr und mehr vegane Produkte auf dem Markt, die aber nicht automatisch gesund sein müssen. Sie enthalten oft jede Menge raffinierten Zucker, helles Mehl oder andere weniger gesunde Substanzen.

Obst und Gemüse

Um die Frage leicht zu beantworten sollte jede Ernährung selbstverständlich so viel Obst und Gemüse wie möglich enthalten. Besonders Obst ist sehr reich an Wasser, Vitaminen und einfachem Zucker für die schnelle Energie. Der natürliche Zucker aus Obst ist in keinem Fall ungesund und ist der meist bevorzugte Energielieferant für unsere Muskeln und unser Gehirn.

Obst sorgt außerdem dafür, dass unser lymphatisches System stimuliert wird. Unser Körper besteht im Prinzip aus zwei Flüssigkeiten: Blut und Lymphe. Blut ist für die Nährstoffversorgung zuständig und wird durch unser Herz unterstützt. Das lymphatische System hingegen wird nicht durch einen Pump unterstützt und ist für den Abtransport von altem Zeltmaterial und Giftstoffen zuständig. Es kann nur durch die Ernährung und viel Bewegung stimuliert werden.

Besonders Smoothies und frische Säfte sollten in jede Ernährung kooperiert werden, da sie den Körper optimal Hydrieren und mit jede Menge Nährstoffen versorgen. Wasser hingegen ist zwar gut, aber weniger optimal, da es keine Nährstoffe enthält und es sich um nicht von der Natur gefiltertes Wasser handelt. Daher kann es vom Körper schlechter aufgenommen werden. Es ergibt also Sinn vor jeder Mahlzeit einen frisch gepressten Saft zu trinken. Vitamin C reiche Säfte wie beispielsweise Orangensaft sorgen außerdem für eine erhöhte Eisenaufnahme.

Foto: Pixabay

Rohkost

Die optimale Ernährung beinhaltet zudem einen großen Anteil an Rohkost. Erhitzen wir unsere Nahrung auf über 42°C gehen bereits wertvolle Enzyme und Nährstoffe wie Vitamin C verloren, welche essenziell sind für einen gesunden Körper. Eine durchgehend gekochte Ernährung beinhaltet keine Enzyme, welche der Körper dann selbst produzieren muss. Es empfiehlt sich in jedem Fall Enzyme als Nahrungsergänzung einzunehmen, was sich stark positiv auf die Verdauung auswirken kann.

Kohlenhydrate und Fette möglichst trennen

Oft werden in Fast Food verschiedene Fette mit Kohlenhydraten kombiniert. Das sorgt natürlich für einen coole Geschmack, aber oft auch für eine schlechte Verdauung.

Für eine optimale Verdauung und Nährstoffaufnahme lohnt es sich Kohlenhydrate und Fette möglichst getrennt zu konsumieren. Smoothies und Säfte eignen sich beispielsweise tagsüber um schnelle Energie zu bekommen und wenig Energie für die Verdauung zu opfern. Für mehr Kalorien und eine längere Sättigung kann man einem Smoothie außerdem gekeimten Buchweizen hinzufügen. Er enthält ebenfalls sehr viel Kohlenhydrate (70%) und viel Eiweiß (10%).

Am Abend eignen sich beispielsweise Salate in Kombination mit viel Fett und viel Protein durch Avocados, Olivenöl, Nüsse, Samen und Lupine. Das Fett am Abend hat einen besonders beruhigenden und befriedigenden Effekt und der Körper hat über Nacht Zeit es zu verdauen.

Verlassen wir den Raum der Rohkost sind Kartoffeln aller Art die nächstbeste Option, da sie unverarbeitet sind und in Wasser gekocht immer noch einen hohen Wassergehalt haben. Aber auch gedünstetes oder leicht angebratenes Gemüse sind super geeignet.

Trotzdem lassen sich selbst in Rohkostqualität leckere Speisen herstellen wie zum Beispiel Schoko Bananen Eis oder Lasagne.

Im Großen und Ganzen kommt es hauptsächlich darauf an viel Obst und Gemüse zu essen. Es enthält die meisten und wichtigsten Nährstoffe, viel Wasser und ist leicht verdaulich. Mangelerscheinungen sind nahezu unmöglich solange du viel Obst und Gemüse isst.

Vitamin B12 und Chlorella

Das einzige Vitamin, das fehlen könnte, ist Vitamin B12, welches durch Bakterien in unseren Böden produziert wird. Tiere der Massentierhaltung bekommen ebenfalls B12 Supplemente, da sie nicht in ihrer natürlichen Umgebung leben. Wer kein Fleisch isst, kann also viel im Dreck spielen, ein Supplement nehmen oder täglich einen Teelöffel Chlorella zu sich nehmen, welcher den Tagesbedarf an Vitamin B12 deckt. Chlorella hat ebenfalls den Effekt den Körper von Schwermetallen zu entgiften und enthält außerdem viel Eisen, was manchmal in einer veganen Ernährung zu kurz kommt.

Der Grund warum wir viel dunkelgrünes Gemüse und Chlorella essen sollten ist, dass unser Obst durch ausgelaugte Böden und die konventionelle Landwirtschaft wesentlich weniger Mineralien hat als ursprüngliches Obst. Grünes Gemüse ist dagegen wesentlich reichhaltiger an Mineralien und Chlorophyll, hat dafür aber auch kaum Kalorien.

Natürlich ist zu guter Letzt veganes Junk Food in Form von Burgern, Pommes, Kuchen und Keksen hin und wieder auch in Ordnung. Solange das obst- und gemüsereiche Fundament steht, sollte der Gesundheit nichts im Weg stehen.

Foto: Maximilian Schwandt

„Ich bin Maxi, der Autor der veganen Revolution. Ich beschäftigte mich seit fast 2 Jahren intensiv mit dem Thema Ernährung und Gesundheit. Mein Hauptziel ist es mir selbst und anderen Menschen eine gesunde Ernährung nahe zu bringen, da ich weiß wie gut sich ein gesunde Körper anfühlen kann und leider immer mehr Menschen an Übergewicht und schweren Krankheiten leiden. Außerdem glaube ich, dass vor allem auch die Ernährung eine große Rolle spielt, wenn es darum geht das volle Potenzial eines Menschen zu entfalten. Fast täglich aktualisiere ich mein Wissen mit großer Leidenschaft und arbeite ständig an neuen Konzepten. Mit der veganen Revolution möchte ich besonders die Vorzüge von Obst und Gemüse hervorheben, leckere und gesunde Alternativen anbieten und möglichst viele Menschen inspirieren.

Lieben Dank Max, für den interessanten und vor allem informativen Beitrag.

Auch mal Gastblogger sein?

Übrigens freue ich mich über jeden weiteren Blogger, der Lust hat einen Gastbeitrag bei mir zu veröffentlichen und so meine Elternzeit mit mir zusammen zu überbrücken. Schick mir gerne einfach eine Email an mail@vegtastisch.de oder kommentiert diesen Artikel, dann melde ich  mich bei Euch.

Vegtastische Grüße!

Sabrina

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Ich heiße Sabrina und lebe mein veganes Leben bei Neu-Ulm in Bayern. Ich bin Fachberaterin für vegane Ernährung. Auf VEGTASTISCH schreibe ich über Hotel- und Restauranttipps, Veranstaltungen, Produktvorstellungen, Rezepte und meine Kochkurse. Natürlich alles 100 % vegan!
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