Gastartikel: Vegane Seifen selbst herstellen

Seifen selber zu machen ist eine gute Idee und das Sieden von natürlichen Seifen hat sich inzwischen zu einem echten Trend entwickelt. Selbst gemachte Seifen haben nämlich einige Vorteile: sie pflegen die Haut, enthalten (falls gewünscht) nur natürliche Zutaten und können ganz nach den eigenen Wünschen gestaltet werden. So ist es auch problemlos möglich, Seifen ausschließlich mit veganen Inhaltsstoffen herzustellen.

Vor dem Herstellen stets genau informieren

Neue Seifensieder, die noch nie eine Seife gesiedet haben, sollten sich auf jeden Fall gut über das Thema informieren und sich genaustens einlesen. Zwar ist es recht simpel eine Seife herzustellen, doch einer der wesentlichen Inhaltsstoffe – nämlich das NaOH – ist ätzend und somit nicht ganz ungefährlich. NaOH ist jedoch unverzichtbar für das Sieden, da dieses, mit Wasser zu Natronlauge verarbeitet, für das Verseifen der eingesetzten Öle und Fette zuständig ist. Sofern man sich an alle wichtigen Sicherheitshinweise hält, kann aber nichts schief gehen – und wenn einen das Seifenfieber erst einmal gepackt hat, wird man das Hobby nicht mehr missen möchten.

Was braucht man alles für eine Seife?

Zum Verseifen ist eine Lauge nötig, also in der Regel Natronlauge (für feste Seifen) oder auch Kalilauge (für flüssige Seifen). Die Lauge wird aus NaOH oder eben KOH hergestellt. Natriumhydroxid bzw. Kaliumhydroxid wird unter Rühren in eine berechnete Menge eiskalten Wassers gegeben (der Seifenrechner gibt Auskunft über die passende Menge). Nun findet eine Erwärmung statt und man muss die Lauge einige Zeit abkühlen lassen. In der Zwischenzeit können bereits die anderen Bestandteile der Seife abgewogen und zurechtgelegt werden. Verwendet werden pflanzliche Fette und Öle wie etwa Olivenöl, Sheabutter, Kokosöl, Mandelöl, Rapsöl, Avocadoöl und Kakaobutter. Wer eine vegane Seife machen möchte, nutzt eben nur pflanzliche Öle und Fette und verzichtet auf Zusätze wie Bienenwachs oder Schmalz. Weiterhin kann die Seife mit pflanzlichen Pigmenten gefärbt werden oder man gibt einfach getrocknete, fein vermahlene Kräuter hinzu. Beliebt sind zudem Zutaten wie Kräutertees, Tonerden oder auch Obst, Gemüse und Säfte.

Für vegane Seifen stehen dem Sieder also noch viele tolle, natürliche und pflegende Zutaten zur Auswahl. Verzichten muss man lediglich auf Ingredients wie Honig, Seide sowie natürlich auf tierische Milch- und Milchprodukte.

Vegane Seife – was beachten?

Wer auf eine vegane Lebensweise achtet, muss auf das Seifensieden nicht verzichten. Denn das Tolle beim Selbermachen ist ja, dass man selbst bestimmen kann, welche Inhaltsstoffe in das Kosmetikprodukt gegeben werden. Vegane Seifen bestehen aus pflanzlichen Fetten und Ölen, NaOH und / oder KOH und Wasser sowie Pigmenten, ätherischen Ölen, Kräutern, etc. Und auch auf die bei Siedern beliebten Milchseifen muss man nicht verzichten. Milchseifen sind toll, da diese einen besonders angenehmen, cremigen Schaum entwickeln und die Haut intensiv pflegen und sie vor dem Austrocknen schützen. Wer nun aber eine vegane Seife herstellen möchte, verzichtet natürlich auf tierische Milchprodukte. Anstelle von Kuhmilch, Stutenmilch oder Ziegenmilch kann in einer Seife aber auch Mandelmilch oder Sojamilch eingesetzt werden. Diese veganen Milchsorten verleihen der Seife ebenfalls einen sehr angenehmen Schaum und sorgen für eine Extra-Portion Pflege.

Typische Seifenzutaten, die ersetzt werden können

  • Tierische Milchprodukte wie Kuhmilch, Ziegenmilch und Stutenmilch können gegen Mandelmilch oder Sojamilch ersetzt werden.
  • Honig ist ebenfalls eine beliebte Zutat in der Seife. Verwendet werden kann als Alternative einfach Zucker.
  • Auf Bienenwachs kann ebenfalls gut verzichtet werden. Anstelle von Bienenwachs wird ein höherer Anteil fester Fette eingesetzt.

Vegane Seifen selber herstellen statt kaufen

Wie man sieht, ist es also kein großes Problem eine vegane Seife herzustellen, da es für viele tolle Seifenzutaten passende, vegane Alternativen gibt. Besonders bei einer rein veganen Lebensweise ist es daher ohnehin die bessere Wahl, eine Seife – oder auch andere Kosmetikprodukte – selbst herzustellen. Schließlich ist es so möglich, Produkte zu erhalten, die genau auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmt sind.“

 

Gastautorin Stefanie :

„Mein Name ist Stefanie und ich betreibe seit dem Jahr 2013 die Seite naturseife-und-kosmetik.de sowie noch einige andere Ratgeberseiten zu verschiedenen Themen. Privat bin ich Mutter, mein Sohn ist 2015 geboren, also gerade 2 Jahre alt. Anfang nächsten Jahres kommt Kind Nummer 2 auf die Welt, weshalb ich auch zu meiner neuen Baby-Seite inspiriert wurde, die ich gerade aufbaue.“

Ich danke Stefanie für den interessanten Einblick in die Seifenherstellung.

Auch mal Gastblogger sein?

Ich freue mich über jeden weiteren Blogger, der Lust hat einen Gastbeitrag bei mir zu veröffentlichen. Schick mir gerne einfach eine Email mit deinem Themenvorschlag an mail@vegtastisch.de oder kommentier diesen Artikel, dann melde ich mich.

Weitere Gastartikel:

Vegan auf Hochzeiten

Vegan in Kapstadt

Essen oder Schlemmen?

Wenn Veganer wandern

Optimale vegane Ernährung

Vegane Babynahrung aus dem Dampfgarer

Wie man die Handtasche nachhaltig befüllt

Nachhaltigkeitstrends auf dem Heldenmarkt

Nachhaltiges Reisen

Dürfen Veganer Honig essen?

Kinoabend mit „Los Veganeros 2“

Der richtige Still-BH

Vegan in London

Rezept für Zucchini-Tomaten-Rosen

Rezept für Birnen-Chai-Muffins

Motivation trotz Baby

Warum gesunde Ernährung nach einer Trennung wichtig ist

Vegan in der Karibik

Vegane Ernährung – mit der richtigen Küchenhilfe kein Problem

10 Superfoods, die man kennen sollte

 

Vegtastische Grüße!

Sabrina

Melde dich jetzt zum VEGTASTISCH-Newsletter an um auch in Zukunft nichts zu verpassen!

Vegtastisch

Vegtastisch

Ich heiße Sabrina und lebe in einem Häuschen bei Neu-Ulm in Bayern. Seit 2016 bin ich Mama eines kleines Bubs. Ich liebe es zu reisen - mit dem Rad, dem Auto, der Bahn. Ich schreibe über die verschiedensten Themen und versuche dabei das Thema Nachhaltigkeit immer im Fokus zu haben.
Vegtastisch