Hamburg – die Perle kann vegan!

Hansestadt und vegan – das passt offensichtlich richtig gut zusammen. Am vorletzten Wochenende wurde ich von Hamburg wirklich positiv überrascht. Rundherum hat alles gepasst – naja, vielleicht war die Reise ein klein bisschen zu kurz aber das war nicht zu ändern diesmal. Im Anschluss an die Hamburg-Reise ging es nämlich direkt weiter nach Spanien (Reisebericht folgt).

Hamburg - endlich mal bei Sonne!

Hamburg – endlich mal bei Sonne!

Mittwoch morgen ging es mit dem Auto einmal quer durch Deutschland. Die Autofahrt fand ich ehrlich gesagt ziemlich anstrengend. Die Hinfahrt dauerte fast 9 Stunden. Da hätten wir auch mit dem Bus fahren können. Kostet ungefähr die gleiche Zeit aber dafür weniger Nerven und auch weniger Geld.  Nach Hamburg kommt man zum Beispiel von Ulm aus für gerade mal 33 Euro mit FlixBus. Natürlich könnte man auch nach Hamburg fliegen, z.B. von Stuttgart oder München.

Angekommen in Hamburg habe ich mich erstmal total gefreut, denn ich kannte die Stadt bisher von meinen letzten Besuchen nur im Regen. Diesmal hatten wir aber Sonne satt! Und das macht die Stadt gleich viel schöner. Zugegeben, Hamburg war bisher nicht gerade unter meinen Lieblingsstädten. Nun aber wurde ich versöhnlich gestimmt durch viele tolle vegane Adressen! Großstadt eben! Da kann mein Ulm noch lange nicht mit halten.

Die erste Nacht verbrachten wir in der Superbude St. Pauli – was für ein stylisches Hotel in einem super trendigen Viertel. Obwohl wir erst ein Tag vorher spontan gebucht hatten bekamen wir noch ein freies Zimmer für 80 Euro ohne Frühstück. Für die Lage und die Tatsache, dass wir einen kostenfreien Parkplatz direkt vor dem Hotel gefunden haben fand ich den Preis angemessen. (Es gibt übrigens auch noch eine Superbude St. Georg.) Aber natürlich gibt es darüber hinaus noch eine riesige Auswahl an Hotels in Hamburg.

superbude st. pauli

Wir kamen total ausgehungert in Hamburg an und gingen zu „Jim Burrito´s“ für vegane Seitan-Burritos. Bäm! Volltreffer! Eigentlich wählten wir die Adresse nur, weil es der nächste vegane Laden war, den mir mein Handy in Umgebung unseres Hotels zeigte. Der Burrito war superlecker, toll gewürzt und richtig schön groß. Cooler Laden, coole Mucke, coole Jungs – genau mein Geschmack. Super Start für uns!

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Im Anschluss gab es ein bisschen Sightseeing durch Hamburg. Das Stadion auf St. Pauli, der Hafen, die Speicherstadt,… bei Sonne alles viel hübscher als im Regen. Auch wenn es viele coole Erlebnisse in Hamburg gegeben hätte, haben wir uns aus Zeitgründen auf einen richtig schönen großen Stadtspaziergang beschränkt.

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Abends gingen wir zum Essen ins „Saints & Sinners“ – wie auch schon Jim Burrito´s war die Adresse ein Tipp über meine Facebookseite. Und direkt wieder ein Volltreffer in Sachen veganes Essen.Foto 30.09.15 21 59 18

Danach stand natürlich der obligatorische Gang über die Reeperbahn an. Zumal das „Saints & Sinners“ direkt in einer Seitengasse liegt. Ehrlich gesagt hatte ich das Ganze von meinen letzten Besuchen etwas schriller in Erinnerung – aber naja, es war ja auch Mittwoch. Oder es lag daran, dass ich keinen Alkohol trinke…

Tag 2 bescherte uns durch Zufall, wieder meinem Handy geschuldet, das wahnsinnig zauberhafte „Café Johanna“. Ich hatte Angst in einem, naja sagen wir mal normalen Café kein veganes Frühstück zu bekommen. Aber ich wurde so sehr positiv überrascht. Superleckere Oats und Vollkornbrot mit Avocado, dazu Sojalatte. Lecker, lecker und super gemütlich obwohl viel los war.

Frühstück im "Café Johanna"

Café Johanna

Café Johanna - Eingang

Im Anschluss ans Frühstück hatten wir genug Kraft für die Besichtigung des „Michel“, den Kirchturm der St. Michaelis Kirche gesammelt und wurden mit einer supertollen Aussicht über ganz Hamburg belohnt. Das Wetter hat nach wie vor super mitgespielt. Die Sicht von da oben ist wirklich klasse. Da lohnen sich die 5 Euro Eintritt dann schon. Übrigens kann man mit dem Fahrtstuhl nach oben fahren oder die Treppe nehmen.

Der "Michel"

Hamburg von oben

Hamburg von oben

Hamburg von oben

Zum Mittagessen (ja, schon wieder Essen) gingen wir ins „Backbord“. Ich war zunächst etwas zögerlich, weil nichts los war im Restaurant und die Kellnerin hätte auch etwas freundlicher sein können. ABER dann hätte ich wohl nie die wahrscheinlich beste vegane Currywurst bekommen, die ich bis dato je gegessen habe. Davon werde ich noch lange träumen!

Vegane Currywurst

Vegane Speisekarte im "Backbord"

Vegane Szene Hambug

Besonders gefreut hat mich die Tatsache, dass sich in Hamburg wahnsinnig viele Aufkleber finden, die sich dem Veganismus widmen. Fast jede Laterne und jede Fliese in Kneipen sind bestückt mit aussagekräftigen Stickern. Sowas kenne ich auch Ulm nicht, finds aber klasse!
Insgesamt habe ich das Gefühl in Hamburg als Veganerin gut aufgehoben zu sein. Einen eigenen City Guide für das vegane Hamburg gibt es auch.

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„Green Haven“ einziges veganes Bed & Breakfast in Hamburg

Nachmittags stand ein Wechsel unserer Unterkunft an. Die zweite Nacht verbrachten wir im einzigen veganen Bed & Breakfast Hamburgs, dem „Green Haven„. Gerade für Veganer ist die Option einer Ferienwohnung mit eigener Küche oder wie in diesem Fall einem familiären Bed & Breakfast eine tolle Lösung damit man auch einfach mal selbst kochen kann. Ich finds klasse, dass es im Fall des „Green Haven“ sogar eine rein vegane Übernachtungsadresse in Hamburg gibt. Das Haus ist zwar ein paar U-Bahnstationen von der Innenstadt entfernt aber dafür hübsch und gemütlich. Für mein gab es sogar einen Parkplatz direkt vor dem Haus.

Seit 2014 gibt es die Adresse erst, also alles noch ganz neu. Neu und vor allem liebevoll eingerichtet. Christiane, die Betreiberin des Bed & Breakfast macht alles selbst in Sachen Inneneinrichtung und stellt sich auch für das Frühstück höchstpersönlich jeden Tag für ihre Gäste in die Küche. Für uns gab es Apfel-Porridge und Scrambled Tofu mit Sojawürstchen. Generell setzt sie neben dem Veganismus auf Nachhaltigkeit, bio und fair-trade. Sie versucht möglichst ökologisch und konsumarm zu leben. Viele Möbel stammen vom Flohmarkt. Den Strom liefert die eigenen Solaranlage. Im Gemeinschaftsraum und im Bad gibt es je ein Regal mit Produkten, die Gäste gekauft und dagelassen haben zur Nutzung für alle. Die liebe Christiane hat übrigens ein interessantes Interview für Vegan News gegeben.

Durch ihre vielen tollen Upcycling-Ideen ist die Einrichtung richtig schön, detailreich und durchdacht. Das fängt schon bei den kleinen Schlüsselanhängern der Zimmerschlüssel an.
Jedes Zimmer hat ein kleines Kreideschildchen in Form von Schiffsfenstern an der Türe, so kann sich niemand verlaufen.
Ab und an werden auch vegane Kochkurse und Tauschparties angeboten. Schade, dass Hamburg so weit weg ist. Sonst würde ich hier gerne mal mitmachen oder sogar einen Kurs geben, wie ich das sonst in Ulm und Umgebung auch mache.

Das Bed & Breakfast verfügt über 3 Zimmer für insgesamt 8 Personen und ein gemeinsam genutztes Bad und eine zusätzliche Extra-Dusche in einem kleinen Nebenraum. Die helle Küche geht direkt in den Gemeinschaftsraum mit vielen Sitzgelegenheiten über, welcher auch als kleine Rezeption des Hauses dient.

Das Green Haven ist auch bei Veggie-Hotels gelistet und als VEBU-Card Inhaber erhält man 5 % Rabatt auf die Buchung.

Ich bedanke mich hiermit nochmal ganz herzlich bei Christiane für die Einladung in ihre schnuckligen vier Wände.

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Vegan Camp

Leider war mit Tag 3 auch schon der letzte Tag unserer Hamburgreise angebrochen und auf dem Programm stand nun das Vegan Camp 2015. Zusammen mit 25 anderen Bloggern verbrachte ich einen Tag im „#thebase“ von „Vincent Vegan„.

Da ich leider nur einen Tag beim Vegan Camp sein konnte, kann ich nicht viel über die komplette Veranstaltung erzählen – diese ging drei Tage. Aber es waren viele andere tolle Blogger dabei, die berichteten. Eine Übersicht, wer alles dabei war gibt es hier auf der Website des Vegan Camp 2015.
Katharina von High on Bananas zeigt beispielsweise mit der Kamera ein paar Eindrücke von Tag 2 und bei Arne von The Vegetarian Diaries gibt es eine Übersicht über weitere vegane Restaurants in Hamburg.

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In der Mittagspause hatte ich leider nur ganz kurz Zeit nebenan bei Veganz vorbeizuschauen, gekauft habe ich aber nichts. Umso toller, dass es für alle Teilnehmer des Vegan Camps ein ganz tolles Goodiebag gab an dem sich wirklich tolle Sponsoren beteiligt haben. Ich konnte es kaum erwarten die prall gefüllte Tüte zuhause auszupacken und alles zu entdecken.

 

große Auswahl

Veganz

Das Goodiebag enthielt beispielsweise ein Shampoo von benecos, Duschgel von Tausendschön, Soja-Schnitzel von Veggy Friends, Zahngel von Santé, Hand-Spülmittel von ecover, eine ultraschicke Zahnbürste von Hydrophil (die definitiv jetzt schon einen festen Platz in meiner Reisetasche hat), iChoc Schokolade, Rohkost-Riegel von Raw Bite, Leckereien von Aronia Original und vieles mehr. Allein schon die Auswahl an veganem Lesestoff war super!

Im Anschluss an das Bloggerevent ging es für mich und meinen Schatz nur zur „Pizza Bande“ und auch da wurde ich als Veganer wieder satt und war begeistert von einer völlig verrückten Pizza mit Mandelmus statt der üblichen Tomatensoße auf dem Teig.

Vegane Pizzen bei "Pizza Bande"

Nach dem Essen ging es noch für einen kurzen Abstecher zum Funkturm bevor es endgültig nach Hause ging.

Funkturm Hamburg

Bei Instagram findet man übrigens eine tolle Übersicht veganer Restaurants und deren Gerichte bei „Vegan in Hamburg„.

Hamburg, es war mir eine Ehre! Und wenn die Sonne beim nächsten Mal wieder so schön scheint komme ich auch sehr gerne wieder, schließlich gibt es noch viele weitere tolle vegane Adressen zu entdecken.

 

Vegtastische Grüße

Sabrina

 

 

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Vegtastisch

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Ich heiße Sabrina und lebe mein veganes Leben bei Neu-Ulm in Bayern. Ich bin Fachberaterin für vegane Ernährung. Auf VEGTASTISCH schreibe ich über Hotel- und Restauranttipps, Veranstaltungen, Produktvorstellungen, Rezepte und meine Kochkurse. Natürlich alles 100 % vegan!
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