POCKET Kolumne April: Engagiert für Tiere in der Region Ulm

In Ulm und um Ulm und um Ulm herum gibt es viele Gruppen und Vereine, die sich aktiv für verschiedene Themen einsetzen. Auch Tierschutz ist vorherrschendes Thema einiger Gruppen. Drei davon sind die Ulmer Ortsgruppen von ARIWA, Earthlings und Animal Save. Diese möchte ich sich einmal vorstellen lassen:

ARIWA Ulm

‚ARIWA‘ steht für Animal RIghts WAtch. Die Ulmer Ortsgruppe gibt es seit 4 Jahren. Die Gruppe besteht aus Menschen, die sich aktiv für Tierrechte einsetzten, d.h. sie betreiben Aufklärung bezüglich Tierrechten und Veganismus. Ende 2018 hat die Gruppe den ersten Marché Vegan im Blautal-Center durchgeführt. Im Juni 2019 wird der Vegan Street Day in Stuttgart unterstützt. Zu den weiteren Aktivitäten der Ulmer Ortsgruppe gehören beispielsweise:

Straßenaktionen – (i.d.R. in der Ulmer Innenstadt)
Mit Infostand, manchmal auch mit Film-Infomobil oder gerne auch per veganer Verkostung möchte die Gruppe mit Menschen ins Gespräch kommen. Nächster Termin ist der 6. April von 9 bis 16 Uhr in der Hirschstraße / Ecke Münsterplatz. Dort ist die Gruppe zur zweiten Ulmer „Ich lebe vegan, weil …“-Demo. Hierbei freut sich die Gruppe über alle, die Lust haben mit einem Grund, warum sie/er vegan lebt, teilzunehmen und vor Ort (auch nur zeitweise) dabei zu sein. Je mehr Unterstützer, desto länger die Reihe, desto beeindruckender wird die Aktion – so die Organisatoren. Schilder werden von ARIWA gestellt.
Weitere Aktionen werden Anfang Juli, Mitte Oktober und Anfang November stattfinden, jeweils zu einem anderen Thema, aber immer rund um Tierrechte und Veganismus.

Kinder- und Jugend-Tierrechtsgruppe „YOUth“. Diese trifft sich einmal im Monat im Dornstädter Familien- und Generationenzentrum immer zu einem bestimmten Thema. Dort erfuhren die Kinder z.B. schon, dass Fledermäuse keine Vampire und warum Legehennen ganz arm dran sind. In den Treffen wird auch tierleidfrei gebacken. Bei den Treffen sind weitere Kinder/Jugendliche ab 10 Jahren herzlich willkommen.

Veganer Mitbring-Brunch. Ebenfalls in Dornstadt, selber Raum wie die YOUth-Gruppe. Der Brunch läuft nach dem gleichen Schema ab, wie z.B. auch andere vegane Mitbring-Brunchs in Aalen, Geislingen oder Ellwangen. Ein veganes Gericht (und eigenes Geschirr/Besteck/Becher) muss man mitbringen und darf dann das Buffet nebst Vortrag genießen.

>>> weitere Informationen: www.ariwa.org

Foto: ARIWA Ulm

Earthlings Ulm

Die Gruppe Eartlings Ulm setzt sich ebenfalls für Tierrechte und Aufklärung über Umwelt und gesundheitliche Probleme ein. Earthlings Ulm ist eine vegane Aktivistengruppe, die sich nach eigener Aussage zum Ziel gesetzt hat, dass sich mehr Menschen mit dem Konsum tierischer Produkte und ihrer Folgen für Umwelt, die eigene Gesundheit sowie für die dafür ausgebeuteten und getöteten Tiere auseinandersetzen.

In sogenannten ‚Cubes of Truth‘ stehen sie regelmäßig in der Ulmer Innenstadt, zeigen auf ihren Laptops schonungslose Aufnahmen aus der Tierausbeutungsindustrie, diskutieren dabei mit den Passanten über Nachhaltigkeit & Tierethik und versuchen diese zu einer veganen Lebensweise zu inspirieren. Earthlings Ulm versteht sich als lokale Ulmer Aktivisten-Community „für alle“, sammelt selbst keine Spenden und arbeitet eng mit anderen Organisationen wie ARIWA Alb/Fils, Ulm/Neu-Ulm Animal Save, Fridays for Future Ulm sowie dem Stammtisch „umwelt & gesundheit, mit genuss“ zusammen.

>>> weitere Informationen: www.earthlings-ulm.de

Animal Save Ulm/Neu-Ulm

Die Gruppe veranstaltet regelmäßig sogenannte „Vigils“ vor dem Schlachthof in Ulm.
Vigil bedeutet übersetzt Mahnwache. Dies trifft den Charakter der Demo aber nicht ganz. Im Gegensatz zu einer klassischen Mahnwache versucht die Gruppe nämlich aktiv mit den Fahrern der Tiertransporter Kontakt aufzunehmen. Sie bitten dabei die Fahrer für 2-3 min zu halten, um den Aktivisten die Möglichkeit zu geben sich von den Tieren zu verabschieden, ihnen Wasser zu geben und Bilder und Videos von ihnen auf sozialen Medien zu verbreiten.

Die Gruppe will nach eigener Aussage mit den Aktionen erreichen, dass die Menschen in der Region ihrem „Essen“ direkt in die Augen sehen können. Die Verbindung zwischen tierischen Produkten und Tierleid soll bewusst gemacht werden.
Die Aktionen sind „love-based“, was soviel bedeuten soll als das die Teilnehmer nicht GEGEN jemanden vor Ort sind, sondern FÜR die Tiere. Die Gruppe will dabei den Mitarbeitern der Schlachtbetriebe nicht feindlich gegenüberstehen, sondern sie als Opfer eines brutalen und ausbeuterischen Systems sehen. Die Gruppe ist überzeugt davon, dass auch Mitarbeiter von den Betrieben ausgenutzt und schlecht behandelt werden.
Die Vigils werden ca. 2 Wochen im Voraus geplant und über Facebook veröffentlicht. Willkommen ist grundsätzlich jeder, der sich mit Werten wie Mitgefühl und Gleichberechtigung identifizieren kann.

>>> weitere Informationen: www.thesavemovement.org

Foto: Animal Save Ulm/Neu-Ulm

Anmerkung: In diesem Artikel durften die verschiedenen Gruppen sich selbst beschreiben.


Ich danke den verschiedenen Verantwortlichen der Gruppen für ihre Vorstellung und die zur Verfügung gestellten Fotos.

Vegtastische Grüße

Sabrina

## Dieser Artikel erschien ebenfalls im POCKET Magazin für Ulm und Umgebung in der Ausgabe März 2019 im Rahmen meiner monatlichen Nachhaltigkeits-Kolumne.

 

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Vegtastisch

Ich heiße Sabrina und lebe in einem Häuschen bei Neu-Ulm in Bayern. Seit 2016 bin ich Mama eines kleines Bubs. Ich liebe es zu reisen - mit dem Rad, dem Auto, der Bahn. Ich schreibe über die verschiedensten Themen und versuche dabei das Thema Nachhaltigkeit immer im Fokus zu haben.
Vegtastisch

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