An der großen B10-Baustelle in Ulm gibt es Führungen speziell für Kinder: 60 Minuten, ab 6 Jahren, 5 Euro pro Kind und 7 Euro pro Begleitperson. Maximal 20 Personen pro Gruppe. Es geht um die Fragen, die Kinder tatsächlich stellen — warum die Brücken gesperrt wurden und wie man so ein Ding wieder wegbekommt.
Wichtig zur Buchung: Die Anmeldung per E-Mail wurde eingestellt. Seit März 2026 organisiert die Ulm/Neu-Ulm Touristik die Führungen; Tickets gibt es nur noch online über das Ticketsystem der Touristik oder persönlich im Ticketshop im Stadthaus.
Die wichtigsten Infos auf einen Blick
- Preis: 5 € pro Kind, 7 € pro Begleitperson
- Alter: ab 6 Jahren
- Dauer: 60 Minuten · maximal 20 Personen
- Buchung: online über die Ulm/Neu-Ulm Touristik oder im Ticketshop im Stadthaus · Auskunft 0731 161 2830
- Treffpunkt: wird mit der Anmeldebestätigung mitgeteilt
- Für Erwachsene: öffentliche Führung 7 €, 90 Minuten · private Gruppenführung 180 €
Was auf dieser Baustelle passiert
Das Projekt heißt „Erneuerung B10: Wallstraßenbrücke und Blaubeurer-Tor-Tunnel“. Die alte Brücke am Blaubeurer Tor wird durch einen rund 200 Meter langen Tunnel ersetzt, die Wallstraßenbrücke neu gebaut, und aus dem Kreisverkehr am Blaubeurer Tor werden zwei Kreuzungen mit Ampeln.
Der Zeitplan reicht von 2024 bis 2029: 2025 wurde der Ring umgebaut, im Sommer 2026 beginnen Tunnelbau und Brückenabbruch, Ende 2028 soll der Tunnel für den Verkehr frei sein, im Sommer 2029 die komplette Brücke fertig. Kosten: rund 105 Millionen Euro.
Für Kinder ist gerade jetzt der interessante Moment — Abbruch und Tunnelbau sind das, was man wirklich sehen will. Fertige Brücken kann man immer anschauen.
Warum ausgerechnet jetzt gebaut wird
Die Jahreszahl 2030 taucht bei fast jedem Ulmer Bauprojekt auf, und das hat einen Grund: 2030 richtet Ulm die Landesgartenschau aus. B10 und Adenauerbrücke sollen bis dahin fertig sein — die Stadt zieht ihre großen Verkehrsprojekte auf dieses Datum zu. Ulms Baubürgermeister Tim von Winning ordnet das so ein: Nötig wären die Sanierungen ohnehin, die Gartenschau gibt ihnen nur den Takt.
Am Blaubeurer Tor sieht man das am deutlichsten. Wo heute eine Brücke steht, führt der Verkehr später durch einen Tunnel — und obendrauf entsteht Fläche, die zur Gartenschau Park wird. Dein Kind steht auf dieser Führung also nicht auf irgendeiner Baustelle, sondern auf der Vorarbeit für das, was 2030 Landesgartenschau ist.
Wer sehen will, wie so etwas fertig aussieht: In Ellwangen läuft die Landesgartenschau 2026 noch bis zum 4. Oktober.
Häufige Fragen
Was kostet die Kinder-Baustellenführung?
5 Euro pro Kind und 7 Euro pro Begleitperson.
Ab welchem Alter?
Ab 6 Jahren, in Begleitung eines Erwachsenen.
Wie lange dauert sie?
60 Minuten, maximal 20 Personen pro Gruppe.
Wie kann ich buchen?
Nur online über die Ulm/Neu-Ulm Touristik oder persönlich im Ticketshop im Stadthaus. Die frühere Anmeldung per E-Mail gibt es nicht mehr.
Wo ist der Treffpunkt?
Der wird mit der Anmeldebestätigung mitgeteilt.
Gibt es auch Führungen zu anderen Baustellen?
Ja, auch zur Gänstorbrücke.
Stand: August 2026. ⚠️ Die aktuellen Termine für Sommer und Herbst 2026 waren zum Zeitpunkt der Recherche nicht öffentlich einsehbar — Termine und Buchung über die Ulm/Neu-Ulm Touristik, Telefon 0731 161 2830. Projektinfos bei der Stadt Ulm.
Bilder von der Baustellenführung










Wie es bei uns war
Ehrlich gesagt hatte ich mir von der Führung mehr erwartet. Bei uns war eine Führerin dabei, die die Tour offenbar zum ersten Mal gemacht hat — das hat man an ein paar inhaltlichen Unsicherheiten gemerkt. Die Führungen waren am Anfang wohl generell noch nicht ganz eingespielt.
Was mir außerdem aufgefallen ist: In der Kinderführung waren auffällig viele Erwachsene ohne Kinder unterwegs. Der Grund ist simpel — die Laufstrecke ist kürzer als bei der Erwachsenenführung. Verständlich, aber schade, wenn dadurch kaum Kinder dabei sind. Mein Sohn fand es okay; für die Erwachsenen war es klar interessanter.
Der wichtigste Tipp: Getränke einpacken und Sonnenhut oder Cappy aufsetzen. Man steht an heißen Tagen mitten auf der Baustelle, brüllend heiß und ohne einen Fleck Schatten.
Die nächste Gartenschau vor der Haustür: 2030 in Ulm
Ulm richtet 2030 die Landesgartenschau aus — von April bis Oktober, sieben Monate lang, auf rund 19 Hektar. Das Gelände zieht sich entlang der Bundesfestung von der Wilhelmsburg hinunter zur Donau; dazu gehören die Friedrichsau, das Ehinger Tor, die Ehinger Anlagen und das Dichterviertel. Das Motto lautet „Neue Lebensräume für Kultur und Natur — Die Bundesfestung Ulm“. Beschlossen hat das Land die Vergabe schon im Juli 2018, Trägerin ist die Landesgartenschau Ulm 2030 gGmbH.
Wer vorher schauen will: Über das künftige Gelände gibt es bereits öffentliche Führungen. Und dazwischen geht es in Baden-Württemberg so weiter — 2027 Bad Urach, 2028 Rottweil, 2029 Vaihingen an der Enz, 2030 Ulm.
Weitere Ausflugsziele
Alle Ziele und Berichte findest du unter Ausflüge und Reisen A–Z. Bei Regen: Museen und Schlechtwetter-Ziele. Bei Hitze: Badeseen und Bäder rund um Ulm und Neu-Ulm.
Mehr aus Ulm: Schwörmontag und Nabada und der Botanische Garten. Und weil Ulm 2030 die Landesgartenschau ausrichtet: Wir waren dieses Jahr auf der Landesgartenschau Ellwangen.