In Gutenzell steht eine Klosterkirche, die der Baumeister der Wieskirche umgebaut hat — und drumherum liegen Wiesen, Bachläufe und Feldwege, auf denen man stundenlang laufen kann, ohne jemandem zu begegnen. Das Dorf gehört zur Gemeinde Gutenzell-Hürbel im Landkreis Biberach und taucht in keinem Ausflugsführer weit oben auf. Genau das ist der Punkt.
Die wichtigsten Infos auf einen Blick
- Wo: Gutenzell-Hürbel, Landkreis Biberach, Oberschwaben
- Was: ehemalige Klosterkirche St. Kosmas und Damian, Schloßbezirk 9 — dazu freie Feld- und Waldwege rundherum
- Kosten: keine
- Wie lange: so lang, wie man mag. Der Ort selbst ist in einer Viertelstunde angeschaut, die Runden drumherum lassen sich beliebig verlängern.
- Für wen: für alle, die einen ruhigen Spaziergang wollen — auch allein. Kein Programm, keine Attraktion, kein Eintritt.
Wie es bei uns war
Gutenzell war einer von den Ausflügen, die ich gar nicht geplant hatte. Ich mache das manchmal so: Ich nehme die Komoot-App, suche mir eine Region aus, wähle eine Runde um die fünf Kilometer, setze mich ins Auto und fahre hin — ohne vorher zu wissen, was mich dort erwartet.
Hier bin ich dann zwei Stunden durch Wald und Felder gelaufen und habe mich einfach führen lassen. Unterwegs war kaum jemand, und genau das hat den Spaziergang so entspannend gemacht. Das Kloster habe ich mir im Anschluss noch angeschaut.
Wenn du das nachmachen willst: Es braucht dafür keine große Planung. Eine App, eine Runde um die fünf Kilometer und ein freier Nachmittag reichen völlig.
Die Kirche — und die Geschichte, die kaum jemand kennt
Die Klosterkirche St. Kosmas und Damian war ursprünglich eine gotische Basilika. 1755/56 wurde sie nach Plänen von Dominikus Zimmermann in einen spätbarocken Raum umgebaut — von demselben Baumeister, der die weltberühmte Wieskirche gebaut hat.
Und es geht noch persönlicher: Zimmermanns Tochter Maria Alexandra war zu dieser Zeit Priorin des Klosters und wurde später Äbtissin (1759 bis 1776). Ihr Wappen ist bis heute am Hochaltar von 1763 zu sehen. Der Vater baute also die Kirche um, in der die Tochter lebte.
In der Adventszeit wird eine barocke Krippe aufgestellt — dann kommen auch Besucher von weiter her.
Was der Spaziergang bietet
Rund um den Ort liegen Wiesen, Felder und Bachläufe. Die Wege sind breit, überwiegend eben und wechseln zwischen offener Feldflur und Wald. Kühe stehen an mehreren Stellen direkt an den Weiden.
Es gibt hier nichts zu bezahlen, nichts zu buchen und nichts abzuhaken. Wer einen Ort sucht, an dem einfach mal nichts passiert, ist hier richtig.
Häufige Fragen
Kann man die Klosterkirche besichtigen?
Die Kirche ist eine Pfarrkirche der Seelsorgeeinheit St. Scholastika. Zu Öffnungszeiten fragt man am besten dort nach — feste Besuchszeiten sind nicht veröffentlicht.
Was kostet der Besuch?
Nichts. Weder für die Kirche noch für die Wege drumherum.
Ist das etwas für Kinder?
Es gibt keinen Spielplatz und keine Station zum Anfassen. Für Kinder, die gern draußen laufen, funktioniert es — als Programmpunkt nicht.
Wie lang ist die Runde?
Es gibt keine festgelegte Runde. Man geht, so weit man mag, und dreht um.
Bilder vom Spaziergang














Weitere Ausflugsziele
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Stand: 9. August 2026. Angaben zur Baugeschichte nach Oberschwaben-Tourismus und der Seelsorgeeinheit St. Scholastika.
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