Neandertalerweg im Lonetal: zu den Welterbe-Höhlen — und wo der Löwenmensch jetzt steht

Neandertalerweg im Lonetal: zu den Welterbe-Höhlen — und wo der Löwenmensch jetzt steht

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Wichtig vor dem Losfahren: Der Archäopark Vogelherd ist dauerhaft geschlossen — seit November 2022, nachdem das Land die Förderung eingestellt hat. Wer mit dem Erlebnispark als Ziel plant, steht vor einem brachliegenden Gelände. Der Wanderweg und die Höhlen Hohlenstein und Bockstein sind davon nicht betroffen — sie sind frei zugänglich und bleiben ein starkes Ausflugsziel.

Der Neandertalerweg im Lonetal ist ein rund 11 Kilometer langer Rundweg zu Höhlen, die seit 2017 UNESCO-Welterbe sind — mit nur etwa 110 Höhenmetern und ohne nennenswerte Steigungen. Rechne mit knapp drei Stunden.

Die wichtigsten Infos auf einen Blick

  • Start und Parken: Wanderparkplatz Lonetal an der L 1168 zwischen Bissingen und Stetten — erkennbar an der Mammut-Stahlfigur
  • Länge: rund 11 km · Höhenmeter: etwa 110 · Dauer: knapp 3 Stunden · Rundweg
  • Untergrund: überwiegend Schotter und Feinstein, kein Asphalt
  • ⚠️ An den Höhlen wird es steil, mit Steinschlag- und Rutschgefahr — festes Schuhwerk, und Kinder dort an der Hand
  • Wegzeichen: grüne Wegweiser mit Neandertaler-Symbol und gelbem Ring
  • Auskunft: Landratsamt Heidenheim, Tourismus, 07321 321-2593

Wie es bei uns war

Wir waren am 1. Mai dort. Wir hatten kurzfristig ein Ziel für die Maiwanderung in der Region gesucht, und der Neandertalerweg war die spontane Wahl. An Feiertagen ist erfahrungsgemäß überall viel los — auf diesem Weg hat es sich aber gut verteilt, weil er lang genug ist, dass sich die Leute auseinanderziehen.

Und genau das ist der Punkt, den man vorher wissen sollte: Die Tour ist wirklich lang, und für uns hat sie sich gezogen. Die einzelnen Stationen liegen weit auseinander. Mein Sohn ist fast zehn, und die Strecken dazwischen fand er streckenweise schlicht langweilig.

Ein Ärgernis gab es außerdem: Als wir dort waren, waren Abschnitte des Weges gesperrt, und ausgeschildert war das schlecht. Wir haben viele gesehen, die einfach über die Absperrungen gestiegen und den ursprünglichen Weg gelaufen sind. Wir haben das nicht gemacht — auf eigene Gefahr war es uns nicht wert.

Was wir anderen Familien mitgeben würden: Nehmt Proviant mit. Und legt die Tour nicht auf einen heißen Tag — Frühjahr oder Herbst passen deutlich besser.

Was du unterwegs siehst

Die Stationen sind die Hohlenstein-Höhlen — Fundort des Löwenmenschen —, die Bärenhöhle mit tausenden eiszeitlichen Bärenknochen, die Bocksteinhöhle, die Bocksteinschmiede und ein Waldlehrpfad mit Mammutbäumen.

⚠️ Wichtig für die Planung: Der Bocksteinkomplex ist nach einem Unfall bis auf Weiteres gesperrt. Der Rundweg ist begehbar, diese Station aber nicht zugänglich.

Der Hohlenstein-Stadel ist außerhalb der Fledermaus- und Vogelschutzzeiten frei zugänglich, der hintere Teil ist vergittert. Die Höhle reicht etwa 70 Meter in den Fels. Hier wurde außerdem der einzige Neandertaler-Knochenfund Süddeutschlands gemacht.

⭐ Der Anschluss, der den Ausflug rund macht

Der Löwenmensch selbst — rund 40.000 Jahre alt, aus Mammut-Elfenbein — ist derzeit in Ulm zu sehen: in der kunsthalle weishaupt in der Ausstellung „Fabelhaft! Der Löwenmensch und seine Nachfahren“, bis 4. Oktober 2026. Erst die Höhle sehen, in der er lag, und dann die Figur selbst — das ist für Kinder ein anderer Zugang als ein Schaukasten allein. ⚠️ Das Hauptgebäude des Museums Ulm ist wegen Sanierung geschlossen.

Einkehr

Am Weg liegen die Hütte Bocksteinschmiede mit Aussichtspunkt und das Gasthaus Schlössle Lindenau. Öffnungszeiten stehen nirgends verlässlich — plane mit eigener Verpflegung.

Häufige Fragen

Ist der Archäopark Vogelherd geöffnet?

Nein, er ist seit November 2022 dauerhaft geschlossen.

Kann man die Höhlen betreten?

Der Hohlenstein-Stadel ist außerhalb der Schutzzeiten für Fledermäuse und Vögel frei zugänglich, der hintere Teil ist vergittert.

Wie lang ist der Neandertalerweg?

Rund 11 Kilometer als Rundweg, etwa drei Stunden, mit nur 110 Höhenmetern.

Wo parkt man?

Am Wanderparkplatz Lonetal an der L 1168 zwischen Bissingen und Stetten, an der Mammut-Figur.

Wo ist der Löwenmensch zu sehen?

Bis 4. Oktober 2026 in der kunsthalle weishaupt in Ulm.

Bilder aus dem Lonetal

Weitere Ausflugsziele

Alle Ziele und Berichte findest du unter Ausflüge und Reisen A–Z. Bei Regen: Museen und Schlechtwetter-Ziele. Bei Hitze: Badeseen und Bäder rund um Ulm und Neu-Ulm.

Stand: August 2026. Preise, Zeiten und Wegverlauf können sich ändern — die aktuellen Angaben stehen bei der Heidenheimer Brenzregion.

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