Die Donauquelle in Donaueschingen – ein emotionaler Zwischenstopp

2018 gegen Ende des Sommers waren wir im Schwarzwald mal wieder, genauer gesagt im Glottertal (ausführlicher Reisebericht…).

Beim Reisen mit Kleinkind ist es wichtig Pausen einzulegen während den Fahrten. Dieses Mal haben wir uns für einen Zwischenstopp ein ganz besonderes Ziel ausgesucht: Die Donauquelle in Donaueschingen, den offiziellen Geburtsort der Donau.

Emotion pur

Ohne es vorher zu ahnen wurde dieser Besuch besonders für mich zu einem kleinen emotionalen Highlight. Ich wohne an der Donau. Schon mein ganzen Leben lang gehört sie irgendwie dazu für mich. Ich habe schon sehr viele Donaustädte besucht, darunter beispielsweise Donauwörth, Neuburg, Passau, Regensburg, Ingolstadt, Linz und ein paar weitere. Außerdem habe ich auch einen Teil des Donauradwegs ab Ulm absolviert. Schon lange habe ich vor, noch mehr Kilometer davon herunter zu reißen mit dem Rad. Der Donauradweg gehört zu den beliebtesten Radreise-Routen.

Wir parkten unser Auto mitten in Donaueschingen und gingen die letzten paar Meter zur Quelle zu Fuß. Diese befindet sich zwischen dem Schloss und der Stadtkirche St. Johann. Bevor man letztendlich direkt vor der Quelle steht muss man noch ein paar Treppenstufen hinunter und dann hat man es geschafft. (Einen Aufzug für Rollstühle und Kinderwägen gibt es auch.)

Schon oben auf den Stufen überkam mich unfassbares Glück. Dabei ist die Quelle an sich gar nicht so beeindruckend. Ich weiß auch nicht, was ich erwartet hatte. Eine riesige Fontäne, die aus dem Boden schießt und sich in einen Fluss ergießt? Natürlich nicht. Ich hatte die Donauquelle bereits auf Fotos im Internet und in diversen Reisemagazinen gesehen. Ich wusste, dass sie mehr wie ein Brunnen aussieht. Dennoch hat es mich voll erwischt.

Hier entspringt es also, das Wasser war gute 200 km später durch mein geliebtes Ulm hindurch fließt und schließlich ganz am Ende nach 2.857 km ins schwarze Meer fließt. Die Donau fließt durch ganze zehn Länder und ist der zweitgrößte Fluss Europas.

Und da stand ich also, mit meinem Freund und meinem Sohnemann endlich am Quelltopf. Ein unbeschreiblich tolles Gefühl. Ich muss zugeben, Tränchen hab ich auch verdrückt.

Besonders schön war auch die Atmosphäre vor Ort. Ein paar Touristen waren da um Fotos zu machen. Und natürlich waren auch Radreisende da. Teilweise schon mit dem Rad angekommen, teilweise gerade erst das Rad vom Auto oder aus dem Bus geladen. Bereit um den Donauradweg anzutreten. Boah, was war ich neidisch. Wie gerne wäre ich auf eins der Räder gestiegen und einfach mit gefahren. Traumhaft. Das Wetter war an diesem Tag auch ganz herrlich und so wäre es ein perfekter Tag gewesen für diese Tour.

Happy!


Bloggerkollege Matthias von TravelTelling hat über seine Erlebnisse auf dem Donauradweg ein tolles Buch geschrieben. Das Buch „Abenteuer Donauradweg: Eine spektakuläre Fahrradreise voller Begegnungen und Abenteuer„* kostet 7,99 Euro (Kindle-Version, kompatibles Gerät wird benötigt).


Donaueschingen: Quelle der Donau – oder doch nicht?!

Nun sollte man aber auch noch erwähnen, dass die Donauquelle in Donaueschingen nicht der Ur-Ur-Ursprung der Donau ist. Viel mehr geht es hier eher um den „offiziellen“ Ursprung sozusagen. In Donaueschingen fließen nämlich unweit dieser Stelle die beiden Quellflüsse Brigach und Breg zusammen. Der Quelltopf ist also eher als Versinnbildlichung anzusehen. Ab hier hat die Donau dann noch eine Länge von 2.810 km.

Auch ohne Radtour im Anschluss war dieser Besuch an der Donauquelle einfach toll. Ich hätte noch stundenlang dort rumstehen können. Einfach so zum Genießen. Wer weiß, vielleicht komme ich ja bald wieder. Dann aber mit dem Fahrrad! Den Besuch in Donaueschingen kann ich jedem absolut empfehlen. Sicherlich ist die Quelle auch ein gutes Ziel für einen Tages- oder Wochenendausflug mit der Familie. Abends ist die Quelle beleuchtet, auch dieses Bild würde ich gerne noch live sehen. Im Sommer finden in Donaueschingen spezielle Donauquelle Erlebnisführungen statt (4 Euro pro Person, Kinder bis 14 Jahre sind frei).

Vegtastische Grüße!

Sabrina

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Vegtastisch

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Ich heiße Sabrina und lebe in einem Häuschen bei Neu-Ulm in Bayern. Seit 2016 bin ich Mama eines kleines Bubs. Ich liebe es zu reisen - mit dem Rad, dem Auto, der Bahn. Ich schreibe über die verschiedensten Themen und versuche dabei das Thema Nachhaltigkeit immer im Fokus zu haben.
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One thought on “Die Donauquelle in Donaueschingen – ein emotionaler Zwischenstopp

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