Mein Selbstversuch mit „Magic Cleaning“ und der „KonMari-Methode“ (Teil 1)

Pünktlich zum Monatsbeginn habe ich ein neues Buch angefangen. Nachdem ich im August sehr viele Bücher gelesen habe (vor allem auch wegen dem guten Wetter) bin ich gespannt wie viele Bücher es im September werden.

Obwohl ich mir ja eigentlich im August vorgenommen hatte das Haus nochmals komplett in Angriff zu nehmen – Stichwort nachhaltiges Renovieren – hinke ich diesem Plan leider hinterher. Als kleine Motivationshilfe sollte daher das folgende Buch dienen:

Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert“ von Marie Kondo aus dem Hause Rowohlt. Das Taschenbuch gibt es für 9,99 Euro.
Mehr Infos zur Autorin und ihren Büchern gibt es auf der Verlagswebsite. Das Buch ist übrigens Nummer 1 von insgesamt 3 Büchern.

Eine übersichtliche Grafik über verschiedene Aufräum-Methoden, unter anderem auch „Magic Cleaning“ habe ich auch im Netz gefunden (und psssst, zu gewinnen gibt es da auch etwas!).

Ich lese eigentlich jeden Abend im Bett. Das Buch ist allerdings nicht unbedingt als Bettlektüre geeignet, denn man bekommt doch ziemlich schnell Hummeln im Arsch und will loslegen mit Aufräumen.

Doch die Autorin möchte eigentlich gar nicht, dass man direkt loslegt. Vielmehr soll man sich zunächst einmal mit dem Anreiz des Aufräumens beschäftigen und sich hierfür einige Fragen stellen, wie beispielsweise was mit dem Aufräumen erreicht werden soll und wie der ideale Lebensstil in den eigenen 4 Wänden aussieht. Laut Marie Kondo funktioniert perfektes und nachhaltiges Aufräumen nur dann, wenn man sein Traumleben in einer aufgeräumten Wohnung vor Augen hat. Hierfür schlägt sie auch vor Bilder aus Wohnmagazinen oder dem Internet als Inspiration zu suchen und sich diese als Ziel immer wieder vor Augen zu halten. Ich soll also konsequent so vorgehen, dass nur Dinge im Haus bleiben dürfen, die diesem Ziel entsprechen und mich somit auch glücklich machen werden.

Eins ist schon mal klar: Ich habe zu viel Zeugs und ich habe viel Zeugs, welches ich eigentlich nicht benutze oder brauche. Ich glaube aber leider auch bestimmte Dinge irgendwann doch noch zu brauchen und werfe Dinge ungern weg. Lieber verkaufe ich Stücke bei Ebay – aber das ist eben zeitaufwendiger und die Sachen kommen nicht sofort weg sondern stehen oft trotzdem noch lange im Weg rum bis zum Verkauf bzw. bis zur Abholung. (Meine Ebay Verkaufstipps…)

Zum Zweiten wohne ich nicht alleine und selbst obwohl ich mir angewöhnt habe Dinge immer nach der Benutzung direkt wieder an den dafür vorgesehenen Ort im Haus zurückzulegen ist mein Freund da nicht wirklich hinter her. Es gibt Tage, da liegen seine Klamotten in vier verschiedenen Zimmern verteilt auf dem Boden rum. Ihn stört es aber nicht wirklich, da er den ganzen Tag unterwegs beim Arbeiten ist. Ich bin zuhause und sehe das Chaos…

Ich möchte aktuell aber unbedingt, dass das Haus „luftiger“ wird bevor das Baby auf die Welt kommt, denn automatisch wird mit dem neuen Mitbewohner auch viel neues Zeugs im Haushalt Einzug halten. Das Babyzimmer soll von Anfang an Babyzimmer und nicht etwa Abstellkammer für alles mögliche sein.

Auf Reisen bzw. in Hotels fühle ich mich eigentlich immer sehr wohl. Ich denke, dies liegt mit auch daran weil ich nur maximal einen Koffer voll Zeugs dabei habe und mehr eigentlich auch gar nicht brauche.

Da ich in den letzten Wochen schon öfter Screenshots auf meinem Smartphone gemacht habe, wenn ich inspirierende Räume gesehen habe krame ich diese also nun nochmals heraus um mir ein eigenes Bild der perfekten Wohnung zu erstellen. Eines fällt sofort auf: Alle Räume sind sehr hell und kommen ziemlich ohne Farbe aus. Und ich habe offensichtlich ziemlich oft Screenshots bei Instagram von Bildern anderer Blogger gemacht. Allen voran Nummerfünfzehn aus München, deren Einrichtungsstil mir sehr gut gefällt. Vielleicht sollte ich einfach mal nachfragen ob Annalena bei mir Zuhause Innenarchitekt spielen möchte. 😉 Natürlich ist mir aber klar, dass alle vorher die jeweilige Ecke für ein Foto richtig nett aufhübschen und es vermutlich nicht immer so ordentlich ist im Alltag. Nebenbei sollte auch noch erwähnt sein, dass ich finde, es sieht bei allen Bloggern zuhause offensichtlich ziemlich ähnlich aus. Aber wenns nun mal dazu beiträgt, dass man sich zuhause wohl fühlt kann mir das ja eigentlich egal sein.

Je mehr man online oder wo auch immer nach Inspiration sucht, desto mehr findet man natürlich auch und hat schon wieder mal die Qual der Wahl. Vor allem über Plattformen, wie Pinterest wird man ehrlich gesagt Gaga aufgrund des vielen Inputs. Wie schon in meinem Renovierungsartikel neulich erwähnt, wollte ich jetzt auf aber auf keinen Fall alle möglichen Möbel neu kaufen um diesen Ziel am Ende 100 % gerecht zu werden. Ich habe nun trotzdem mal ganz bewusst versucht mir ein paar Bilder zu suchen als Zielvorstellung wohin die Reise gehen soll. Gar nicht so leicht… Die Aufgabe fällt mir vor allem auch deswegen schwer, weil man eigentlich komplett frei denken soll ohne Gedanken wie „Aber ich habe doch ein  rel=“noopener“>MALM Bett  von IKEA, das passt ja gar nicht zu der neuen Idee.“…

Quelle: Archzine

Quelle: Archzine

Quelle: Deavita

Quelle: Deavita

Quelle: Lushome

Quelle: Lushome

Quelle: Avenuelifestyle

Quelle: Avenuelifestyle

Phase 1 – Entrümpeln

Danach geht es mit dem Buch in genauen Schritten weiter. Erst Entrümpeln, dann in einem Rutsch aufräumen. Beim Entrümpeln muss man streng zu sich selbst sein und nur Dinge behalten, die einem wirklich etwas bedeuten.

Marie Kondo möchte außerdem, dass man beim Entrümpeln systematisch vorgeht und zunächst alle Dinge einer gleichen Kategorie an einem Platz vereint um die Menge genau überblicken zu können. So sollen zum Beispiel alle Kleidungsstücke aus allen Ecken des Hauses, egal ob aus dem Kleiderschrank oder der Garderobe zusammen gebracht werden um dann über jedes einzelne Stück zu entscheiden. Klingt einleuchtend aber nach einem riesigen Akt – statt wie gewohnt Zimmer für Zimmer ran zu gehen.
Nach der Kleidung sollen Bücher, Schriftstücke,… und ganz zuletzt erst Erinnerungsstücke an die Reihe kommen um nicht von Gefühlen aufgehalten zu werden.
Beim Entrümpeln soll man sich auf keinen Fall Gedanken darüber machen wo die bleibenden Dinge später aufbewahrt werden. Diese Frage kommt erst in dem Teil – nicht aber während der Entrümplungsphase.

Versuche ich nun diese ersten Tipps auf mich selbst anzuwenden müsste ich also zunächst gefühlt das ganze Haus auf einmal auf den Kopf stellen. Niemals schafft man so etwas an einem Tag. Die Autorin berichtet im Buch von Kunden (da sie als Aufräumberaterin tätig ist) bei denen nach 5 Stunden die Wohnung komplett entrümpelt und aufgeräumt war und am Ende mehr als 30 Müllsäcke voll waren.

Die „KonMari-Methode! besagt übrigens, dass man direkt morgens mit dem Entrümpeln beginnen soll und sich statt einem lauten Radio von sanften Naturklängen berieseln lassen soll währenddessen. Ich werde dies also morgen direkt ausprobieren.

Als Bettlektüre nehme ich mir nun aber ein anderes Buch zur Hand. Sonst wird das heute nichts mit dem Schlafen…

Lest in diesem Artikel, wieso ich aufgegeben habe nach KonMari aufzuräumen…

Die Bücher von Marie Kondo


Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert*
Beispielsweise hier gibt es eine Zusammenfassung der Tipps aus dem Buch.


Magic Cleaning 2: Wie Wohnung und Seele aufgeräumt bleiben*


Das große Magic-Cleaning-Buch: Über das Glück des Aufräumens*


Magic Cleaning: Wie Sie sich von Ballast befreien und glücklich werden*

Vegtastische Grüße!

Sabrina
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Vegtastisch

Ich heiße Sabrina und lebe in einem Häuschen bei Neu-Ulm in Bayern. Seit 2016 bin ich Mama eines kleines Bubs. Ich liebe es zu reisen - mit dem Rad, dem Auto, der Bahn. Ich schreibe über die verschiedensten Themen und versuche dabei das Thema Nachhaltigkeit immer im Fokus zu haben.
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8 thoughts on “Mein Selbstversuch mit „Magic Cleaning“ und der „KonMari-Methode“ (Teil 1)

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  2. Solvejg

    Haha, ja, ich habe das Hörbuch während der Arbeit (ein großer Vorteil wenn man selbstständig ist) gehört – es war gar nicht so einfach sich dann noch auf die Pralinen zu konzentrieren weil man sofort etwas MACHEN will. Wir haben daheim diesen Sommer angefangen – PUH! Das mit den Klamotten war wirklich sinnvoll, wir haben ganz viel gespendet, weniges verkauft und einiges zur Altkleidersammlung gebracht. Bücher waren auch schon dran. Geschirr (also die Küche) werde ich wohl erst nächstes Jahr schaffen, jetzt ist erst mal die Schokoladensaison dran. Aber es hilft wirklich (das Aufräumen und Entrümpeln).

    Reply
    1. Vegtastisch Post author

      Danke für deinen Kommentar. Ich hinke auch schon wieder hinterher mit dem Plan gründlich auszumisten. Es kommt halt auch immer was dazwischen 😉

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  7. Katja

    Hi Sabrina,
    toller Beitrag. Du sprichst mir aus der Seele. Ich find die Vorgehensweise der KonMari-Methode grundsätzlich gut und effizient. Allerdings geht sie mir nicht weit genug. Gerade in der heutigen Zeit sollte man anfangen mehr Nachhaltigkeit in sein Leben integrieren. Ich finde es toll, dass ich mit diesem Gedanken nicht alleine bin 🙂 Los geht es natürlich bei einer bewussteren Konsum-Entscheidung und natürlich auch wie man mit den Dingen die man besitzt umgeht und sie ggf. auch ausmistet. Einfach alles auf den Müll hauen, weil es mich nicht mehr glücklich macht ist eine zu einfache (nicht durchdachte) Lösung für ein komplexes Problem. Ich habe vor einiger Zeit einen Artikel zum Thema Nachhaltigkeit der KonMari-Methode veröffentlicht mit Tipps wie man mit den Dingen umgeht die man wirklich los werden möchte. https://ketoka.de/nachhaltig-ausmisten/
    Vielleicht fallen dir ja auch noch ein paar Tipps ein, an die ich nicht gedacht habe 😉 Würde mich aufjedenfall freuen deine Meinung dazu zu hören.

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