Einfach, Lecker und Gesund – Veganes aus der Englischen Küche

Aufgrund der vielfältigen Nutzung von Tierprodukten in traditionellen Gerichten, ist die englische Küche nicht besonders beliebt unter veganen Zeitgenossen. Doch ausgerechnet aus dieser Küche stammen drei äußerst populäre vegane Speisen, die nicht nur lecker und nahrhaft sind, sondern auch mit wenigen Zutaten einfach zubereitet werden können. Diese sind das Porridge aus den schottischen Highlands, John Montagus Sandwich und die Baked Beans der traditionell englischen Morgenmahlzeit.

Das Porridge: Das Lieblingsfrühstück der Engländer

Porridge – bei uns bekannt als Haferbrei – ist eine beliebte Frühstücksmahlzeit in Großbritannien. Ursprünglich stammt er aus Schottland, wo er ungesüßt oder herzhaft gesalzen nicht nur zum Frühstück gegessen wurde. Dabei wurden die Haferflocken mit Wasser aufgekocht und dann beim Essen in kalte Milch, Sahne oder Buttermilch bereichert. Später setzte sich in England die gesüßte Variante durch, welche bis heute ein unverzichtbarer Teil der Morgenmahlzeit für die Inselbewohner ist.

Porridge ist nicht nur lecker, sondern auch äußerst gesund. Obwohl die Haferflocken viel Kalorien enthalten, zählen sie nicht zu den Dickmachern. Reich an Ballaststoffen, halten sie länger satt und regulieren die Verdauung sowie den Blutzuckerspiegel.  Zudem ist Porridge eine wahre pflanzliche Proteinquelle und ein Muss für Veganer, die auf eine vollwertige gesunde Ernährung achten.

Die Zubereitung ist ganz einfach. Die Haferflocken werden im Wasser so lange gekocht, bis sich eine cremige Substanz bildet. Wer sein Porridge süß mag, kann mit Zucker, Honig oder Ahornsirup die Masse verfeinern. Je nach Geschmack können trockene Früchte oder Nüsse mitgekocht oder nach dem Kochen über die Masse gestreut werden. Gerne schneidet man auch frische Früchte dazu. Besonders lecker wird das Porridge mit einer Prise Zimt oder etwas Vanillegeschmack. Und Voila! Da ist schon eine einfache vegane Frühstücksmahlzeit zubereitet.

 

Das Sandwich: die flexibelste Zwischenmahlzeit aus England

Das Sandwich ist seit dem 18. Jahrhundert ein Teil der englischen Küche. Der Adel liebte in langen Spieleabenden sowie später während der traditionellen Teestunde Sandwiches zuzubereiten und diese an die Gäste zu servieren. Genau genommen wird die Erfindung des Snacks John Montagu, den 4. Earl of Sandwich zugeschrieben. Als leidenschaftlicher Kartenspieler verließ er ungern den Tisch und bestellte sich lieber Fleisch zwischen zwei Brotscheiben. Sandwichrezepte aus dieser Zeit sind heute ein wichtiger Bestandteil der englischen Esskultur. Typische Beispiele sind das Gurken- und das Räucherlachssandwich.

Jenseits der englischen Küche ist das Sandwich heute weltweit an jeder Theke mit verschiedenen Variationen zu finden. Flexibel bei der Zubereitung, kann der Koch selbst entscheiden wie seine Zwischenmahlzeit aussehen soll. Die Nutzung von Vollkornbrot, kaltgepressten Ölen als Aufstrich sowie Obst und Gemüse kann das Sandwich in eine wahre Vitaminbombe verwandeln.

Hier eine einfache vegane Option: Die Vollkornscheiben können mit veganer Mayonnaise oder Avocado bestrichen werden. Perfekt dazu passen geröstete Zwiebelscheiben, Cherrytomaten und etwas Petersilie oder Basilikum. Wer will kann auch ein paar Wallnusstücke hinzufügen und danach mit Pfeffer und Salz abschmecken. Und hier ist schon ein veganes Sandwich fertig zum Essen.

 

Baked Beans: Frühstück aus dem Ofen

Baked Beans oder gebackene Bohnen sind ein traditionell englisches Gericht, das neben Würstchen, Spiegelei, Frühstücksspeck und Kartoffelrösti zum Frühstück serviert wird. Obwohl Baked Beans heute sehr britisch wirken, wurden sie tatsächlich aus Amerika importiert. Sie waren ein beliebtes Gericht der amerikanischen Ureinwohner, das aus Bohnen, Ahornsirup und Fett hergestellt und in Tontöpfen unterirdische mit Hilfe von heißen Steinen gebacken wurden. Britische Kolonisten waren die ersten, die Baked Beans nach Europa brachten.

Heute werden die Baked Beans mit weißen Bohnen zubereitet. Oftmals nutzt man hierfür aus Bequemlichkeit Konservendosen. Doch das Kochen mit getrockneten und unbehandelten Bohnen, ist natürlich die gesündere Option. Die Zubereitung hierfür sieht folgendermaßen aus: Gewürzt mit Zucker, werden die gewässerten Bohnen mehrere stundenlang in Tomatensauce auf dem Herd gekocht oder im Backoffen gebacken. So hat man nur mit drei Zutaten ein einfaches veganes Essen zubereitet, welches nicht nur zum Frühstück gegessen werden kann. Hinzukommt, dass Baked Beans, ähnlich wie die Haferflocken, eine wichtige Proteinquelle sowie reich an lebenswichtigen Mineralstoffen wie Magnesium und Kalzium sind, weshalb sie auch nährwerttechnisch in den Speiseplan eines Veganers unbedingt aufgenommen werden sollte.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die englische Küche, trotz ihrer Liebe zu tierischen Zutaten, drei hervorragende Gerichte für vegane Gemüter zur Verfügung stellt, die nicht nur lecker und einfach in der Zubereitung sind, sondern auch durch den hohen Nährwert positiv auf die Gesundheit wirken.

Vegtastische Grüße!

Sabrina

Teilen...

Vegtastisch

Ich heiße Sabrina und lebe in einem Häuschen bei Neu-Ulm in Bayern. Seit 2016 bin ich Mama eines kleines Bubs. Ich liebe es zu reisen - mit dem Rad, dem Auto, der Bahn. Ich schreibe über die verschiedensten Themen und versuche dabei das Thema Nachhaltigkeit immer im Fokus zu haben.
Vegtastisch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*