Thüringen: Wieso mich die Rhön Dankbarkeit lehrte

ANZEIGE

Im März waren wir in Thüringen unterwegs. Wir haben Meiningen, die Partnerstadt unserer Heimat Neu-Ulm besucht und uns dort so richtig wohl gefühlt. Am liebsten wären wir gar nicht mehr gegangen. Zum Reisebericht…

Unsere Wehmütigkeit darüber Meiningen zu verlassen hielt unverhofft dann aber doch nur  kurz an. Nicht mal eine Stunde später kamen wir bei unserer zweiten Reisestation im schönen und abwechslungsreichen Bundesland Thüringen an.

Schlafen unterm Sternenzelt

In der Rhön, genauer gesagt in Bernsbach / Unshausen haben wir uns SCHOCKVERLIEBT in unsere Unterkunft. Wir durften zwei Nächte im wundervollen Sternenwagen des Hotels „Grüne Kutte“ verbringen. Ab der ersten Sekunde hat uns der tolle Wagen in seinen Bann gezogen. Glamping könnte man es sicherlich auch nennen im weitesten Sinne. DAS war etwas ganz Besonderes!

Im letzten Jahr hatten wir schon einmal zwei Nächte in einem Schäferwagen auf der schwäbischen Alb verbracht. Das war schon spektakulär, wurde durch den Sternenwagen in der Rhön aber definitiv noch getoppt.

Gemütlichkeit, Romantik, Liebe zum Detail und Luxus sind hier vereint. Über dem Schlafbereich ist das Dach komplett aus Glas, so dass man an klaren Nächten die Sterne sehen kann. Leider kamen wir nicht in den Genuss.

Für Paare ist der Wagen absolut perfekt und wenn auch mit 150 Euro pro Nacht zwar nicht ganz günstig, aber auf jeden Fall ein absolutes Highlight und alles andere als alltäglich. Wenn Ihr noch eine Idee für Euer Honeymoon sucht: That´s the place!

Ein bisschen bekommt man Lust darauf, sich in die Ruhe des Sternenwagens zurück zu ziehen und ein Buch zu schreiben. Naja, oder zumindest einen Blogartikel…

Der schöne Sternenwagen besitzt alles was man braucht und steht mitten auf einer Pferderanch. Schaut man zum Fenster hinaus sieht man direkt auf die Pferdekoppeln vor dem Wagen. Wirklich toll! Reiten kann man hier bei Interesse natürlich auch.

Das klingt jetzt vielleicht kitschig, aber als wir den Sternenwagen das erste Mal betraten hatte ich ganz kurz Tränen in den Augen. Aus Dankbarkeit. In diesem Moment wurde mir nämlich völlig überraschend mal wieder vor Augen geführt wie toll mein Job als Reiseblogger ist. Da bin ich durchaus auch stolz drauf. Nach 5 Jahren bloggen ist mein Beruf schuld daran, dass wir solch tolle Dinge erleben dürfen und zu solch tollen Reisen eingeladen werden. Ein Traum!

Gedenkstätte Point Alpha

Mehr oder weniger spontan haben wir die Gedenkstätte Point Alpha besucht. Und ich bin wahnsinnig froh, dass wir unseren ursprünglichen Zeitplan für den Rhön-Besuch geändert haben und dort waren. Für die Gedenkstätte sollte man auf jeden Fall genügend Zeit mitbringen. Das Haus der Grenze und auch das US-Camp sind neben dem Außenbereich dieses historischen Ortes auch sehr sehenswert.

Beim Besuch von Point Alpha verspürte ich dann erst recht tiefe Dankbarkeit. Point Alpha erinnert an die leidvolle Zeit der innerdeutschen Teilung. Wir haben es jetzt gut in Deutschland. Keine Kriege, keine Naturkatastrophen, wir zuhause in Neu-Ulm waren von den starken Stürmen Anfang des Jahres und in 2017 komplett verschont. Bei uns Zuhause gibt es kein Hochwasser, keine Erdbeben, nichts dergleichen. Wir können nachts ruhig schlafen ohne Angst vor Soldaten oder Bombenangriffen. Wir müssen nicht flüchten, wir müssen nicht hungern. Wir haben es so gut.

Oftmals wird einem so ein glücklicher Umstand erst bewusst, wenn man an einem Ort wie dem Grenzübergang bei Point Alpha zu Gast ist. Unvorstellbar ist es, wie schwierig und gefährlich die Zeiten damals für die Menschen in Ostdeutschland waren. Und dieser traurige Teil der deutschen Geschichte ist noch gar nicht mal so lange her. Als ich geboren wurde stand die Mauer noch, die Deutschland in Ost und West teilte. Meine Großeltern kommen aus Ostdeutschland.

Die Grenzabschnitte sind beeindruckend und irgendwie auch beklemmend zugleich. Dort zu spazieren als freier Mensch ist ein Geschenk. Wir sollten dankbar sein. Ich bin es. Auch dafür, dass ich wieder einmal eine wundervolle Reise erleben durfte. Schuld daran ist mein Blog (und auch ihr, die ihr meinen Blog lest und mir damit tolle Kooperationen ermöglicht).
Ich weiß, es ist nicht selbstverständlich mehrmals im Jahr, ja sogar monatlich mindestens ein Reise zu machen. Zu verreisen, etwas von der Welt zu sehen, Deutschland zu erkunden – das ist mein persönlicher Luxus, den mir mein Job als Bloggerin ermöglicht. Auch wenn man es vielleicht nicht glauben mag, ein Blog ist viel Arbeit. Und trotzdem ist es nicht selbstverständlich, dass mir für meine Arbeit solch tolle Gelegenheiten gegeben werden.

Und um dem ganzen noch die Spitze aufzusetzen kam bei meinen Gedanken über meine Dankbarkeit auch noch die Sonne über Point Alpha heraus an diesem sonst so regnerischen Tag und tauchte alles in spektakuläres Licht. Dann kamen ein paar Tropfen Regen dazu und dank dessen auch ein wundervoller und riesengroßer Regenbogen. Dieser spannte sich direkt vor uns über das Grenzareal und ging quasi auf der Ostseite auf und auf der Westseite nieder. Wie kitschig klingt das bitte? Aber genau so war es. Ich hoffe, man kann es auf den Bildern sehen. Es war schön und magisch. Ein ganz besonderer Moment für mich auf einer ganz besonderen Reise.

Schmalkalden und „Viba Nougat-Welt“

Während unseres Aufenthaltes haben wir das Örtchen Schmalkalden besucht und dort einen kleinen Stadtspaziergang unternommen. Hier gibt es wunderschöne Fachwerk-Häuser. Außerdem befindet sich in Schmalkalden die „Viba Nougat-Welt“. Dort wird Viba-Nougat hergestellt und dank des schlechten Wetters haben wir uns direkt noch das kleine Museum der Schokoladenmanufaktur angesehen. Das Museum ist wirklich nett gemacht und besonders der Junior hatte hier richtig Spaß.

Reisefazit Rhön & Thüringen

Deutschland ist so schön und es gibt immer noch so unglaublich viel zu entdecken. Ich denke gerne zurück an die Ruhe und Entspannung, die mir die Rhön beschert hat. Thüringen war toll und wie immer danke ich der besten Reisebegleitung: Meiner Mutter (beste Oma der Welt).

„Oma: Wie Mama, nur mit Puderzucker drauf.“

Auch diese Auszeit fand wieder in der Wintersaison und außerhalb der gewöhnlichen Reisezeit statt. Wir genießen dies noch so lange wie möglich und so lange bis der Junior in die Schule geht und wir uns an Ferienzeiten orientieren müssen. Und siehe da: Die Nebensaison bringt so viele Vorteile mit sich. Nicht nur, dass überall viel weniger Trubel herrscht.

Wir hatten fünf wundervolle Tage in Thüringen. Alle waren gesund, der Junior hat toll mit gemacht, unser Programm war klasse. Was will man mehr?!

Spontan mussten wir wetterbedingt unser eigentliches Programm etwas verändern. Wir wollten nämlich noch eine Sternenwanderung nachts machen und außerdem die Arche Rhön besuchen. Leider mussten wir beides absagen und uns eine Alternative suchen. Gerade aber der spontane Besuch beim Point Alpha war für mich persönlich ein weiteres Highlight einer tollen Reise. Ja, ich schwärme von unseren Tagen in Thüringen. Und dies nicht, weil wir eingeladen wurden, sondern weil es uns wirklich wahnsinnig gut gefallen hat. Die fünf Tage vergingen wie im Flug und wir hätten ganz sicher noch weitere tolle Tage erleben können und weitere Highlights. Wir kommen wieder, das ist sicher!

Im Anschluss an unseren Aufenthalt in der Rhön ging es direkt weiter nach Erfurt und Leipzig. Die Reiseberichte dazu folgen demnächst.

Ich danke der Thüringen Tourismus GmbH vielmals für die Organisation des Programms und allem was dazu gehörte und die Einladung zu dieser tollen Auszeit. Wir werden auf jeden Fall wieder kommen. Thüringen ist schön und definitiv einen oder mehrere Besuche wert finden wir.

Wart Ihr schon einmal in Thüringen? Ein toller Tipp sind auch die „Hainichhöfe“, für alle die gern ein bisschen Ruhe im eigenen Ferienhaus mitten im Nationalpark haben wollen. Dort waren wir gerade erst vor kurzem selbst zu Gast. Zum Reisebericht…

What´s next?

Bereits am Donnerstag geht es für uns wieder los. Diesmal steht ein richtiger Städtetrip auf dem Programm. Es geht ins schöne Nürnberg! Wie immer könnt ihr mir bei Instagram folgen oder später hier Reisebericht nachlesen. Stay tuned!

Vegtastische Grüße!

Sabrina

Melde dich jetzt zum VEGTASTISCH-Newsletter an um auch in Zukunft nichts zu verpassen!

[mc4wp_form]

## KOOPERATION: Ich danke der Thüringen Tourismus GmbH für die Einladung nach Thüringen. Es hat uns ganz ausgesprochen gut gefallen und die Organisation war super! Ich danke außerdem der Erfurt Tourismus und Marketing GmbH.

Teilen...
Vegtastisch

Vegtastisch

Ich heiße Sabrina und lebe in einem Häuschen bei Neu-Ulm in Bayern. Seit 2016 bin ich Mama eines kleines Bubs. Ich liebe es zu reisen - mit dem Rad, dem Auto, der Bahn. Ich schreibe über die verschiedensten Themen und versuche dabei das Thema Nachhaltigkeit immer im Fokus zu haben.
Vegtastisch

One thought on “Thüringen: Wieso mich die Rhön Dankbarkeit lehrte

  1. Pingback: Auszeit in der Partnerstadt meiner Heimat: Meiningen in Thüringenvegtastisch.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*