FREE YOUR STUFF: Klamotten raus! Jetzt wird gemistet!

Radio an, Fenster auf, Sonne rein, Schranktüren auf – Los geht´s!

Nicht zu viel nachdenken, nur nach Bauchgefühl handeln. Teil in die Hand nehmen. Was ist der erste Gedanke? Wie sehe ich damit aus in meiner Erinnerung (nicht anziehen!!)? Wann hatte ich es das letzte Mal an? Will ich damit draußen rumlaufen? Würde ich das Teil heute im Laden nochmals kaufen? Hast du damit Komplimente bekommen? Und die wichtigste Frage: Bin das überhaupt (noch) ich?

Marie Condo sagt, dass auch diese Frage unfassbar wichtig ist: „Macht mich das Teil glücklich?“

Ich finde, das trifft den Nagel auf den Kopf.

Genau so bin ich nin also die letzten beiden Tage in meinem Kleiderschrank versunken und habe gnadenlos ausgeräumt.

Chaos pur und viel zu viel Zeugs…

Warum nicht nochmal anziehen?

Ich glaube, dass man in dem Moment, in dem man ein Kleidungsstück nochmal anzieht ins Grübeln kommt. Eigentlich steht es mir ja ganz gut, vielleicht wenn ich ein bisschen abnehme, vielleicht wird die Farbe wieder interessanter später, … STOP! Hat das erste Bauchgefühl NEIN gesagt, als du das Teil aus dem Schrank hast? Dann weg damit!

Eine kleine Ausnahme in Sachen nochmal anziehen habe ich aber ehrlich gesagt bei Hosen gemacht. Denn passt du nicht rein kann die Hose dich noch so glücklich machen – tragen kannst du sie nicht…

Man lernt so viel über sich selbst beim ausmisten.
Ich habe nach der Hälfte des Schrankes schon die erste große Erkenntnis gehabt:
1. Farben mag ich aktuell wohl nicht so. Zumindest nicht an mir. Unbewusst habe ich am Ende gemerkt, dass manche Teile mit Grün und hellem Rosa bleiben durften.
2. Ich werde auch künftig nicht oft kurze Kleider tragen. Die sind fast alle jetzt raus geflogen.
3. Ich bin Jeans und T-Shirt. Mehr der gemütliche Typ. Lässig, ein bisschen sportlich.
4. Röcke trage ich am liebsten im Winter mit Strumpfhosen.
5. Kurze Hosen kann ich nicht leiden.

Und genau so soll künftig auch mein Schrank aussehen. Und zwar nur so! Den ganzen anderen Mist ziehe ich eh nicht an. Und wenn ich es dann doch mal angezogen habe stand ich ewig vor dem Spiegel und hab überlegt, ob ich mich damit wohl fühle.

Kuriose Dinge sind auch passiert beim Ausmisten. Ich hatte doch ernsthaft 3 fast identische (!) schwarze Blazer. Ok, ich hatte auch mal einen echt seriösen Job in dem ich oft sehr schick angezogen war, aber hey – 3 identische Blazer, echt jetzt!? Und ich hatte es offensichtlich noch nicht mal wirklich bemerkt. Oh man…

Ich hatte zum Start 3 Kisten aufgestellt. Eine für Stücke, die definitiv weg kommen, eine für Kleidungsstücke, die bleiben dürfen und eine für Sachen mit denen ich noch unschlüssig bin. Nach etwa der 80 % des Schrankes traf mich eine weitere Erkenntnis: Weg mit dem unschlüssigen Haufen! Weg damit! Ich werde es vermutlich nicht vermissen. Wusste ich ja bereits nach 2 Stunden ausmisten nicht mehr, was ich dort eigentlich hinein geworfen hatte.

Den besten Tipp, den ich Euch fürs Ausmisten geben kann ist also: Denkt nicht soviel nach. Bauchgefühl gut? Keep it. Kommen Zweifel oder brauche ich mehr Fragen um zu einer Entscheidung zu finden? Weg damit! FREE YOUR STUFF!

Was tun mit den ausgemisteten Klamotten?

Ich habe sage und schreibe 3 große Umzugskartons voll mit Klamotten aussortiert. Es fühlt sich so gut an und ich bin so stolz auf mich.

Nur, dass ein Teil mich nicht mehr glücklich macht heißt ja nicht, dass es nicht ein zweites Leben verdient hat. Nachhaltigkeit meine Freunde! Nicht auf den Müll damit sondern überlegen, was sonst damit passieren kann. 2. Hand, Flohmarkt, Ebay, Kleiderkreisel, verschenken, Kleiderspende? Es gibt so viele Möglichkeiten. Müll ist die aller letzte Option in der Reihe!

Wenn es gut läuft, kommt so ganz nebenbei noch ein bisschen Kohle rein. Dazu benötigt es natürlich ein bisschen mehr Zeitaufwand als wenn man die Sachen einfach verschenkt oder spendet aber das Sparkässchen freut sich. Gerade jetzt, während der Umzugsphase werden hohe Kosten auf uns zukommen. Da können wir die zusätzlichen Euros sehr gut gebrauchen.

So und was nun tun mit dem gewonnen Platz im Kleiderschrank?

NIX! Der bleibt einfach mal leer. Naja, und sooooo viel Platz ist es dann irgendwie doch wieder nicht. Nur eben aufgeräumter. Da wir ja nun eh ausziehen, werden die Kleiderschränke sowieso abgebaut und verkauft. Ins neue Haus passen sie wegen der niedrigeren Deckenhöhe sowieso nicht rein. Ich nehme lediglich einen Pax-Schrank mit 1m breite noch mit. Das soll mein Kleiderschrank werden (erstmal). Ich verringere mich also von 3,5 Meter auf 100 cm. Man tut das gut! Freu mich wie ein kleines Kind. Als hätte ich total tolle Geschenke bekommen grade.

Neue Sachen möchte ich künftig echt mit mehr Hirn anschaffen. Mein Schrank war voll mit Teilen von H&M und so weiter. Geht gar nicht mehr.

Weil mich meine Ausräumlust übrigens so sehr glücklich gemacht hat, habe ich den Flow kurz unterbrochen um diese Zeilen in mein Laptop zu klopfen. Ich möchte Euch ein bisschen anstecken und Lust machen Euer Zeugs loszuwerden. Worauf wartet Ihr noch? FREE YOUR STUFF!

Lasst Euch aber bitte nicht verunsichern durch diesen Minimalismus-Trend, der aktuell in der Luft liegt. Natürlich ist es irgendwie cool wenig zu besitzen und befreit ungemein. Aber wenn jemand nun mal 5 Jeans im Schrank haben möchte und nicht nur 2 dann ist das doch auch ok. Solange du selbst happy damit bist und dir alle Stücke  passen und Freude bereiten – was spricht dagegen?!

Aktuell habe ich ernsthaft 12 blaue Jeans. Ich dachte, ich spinne. Alle passen noch und gefallen mir noch. Warum also weg geben und in 4 Monaten eine neue Jeans kaufen? So macht das dann ja auch keinen Sinn. Und wenn ich eins nun nach fast 36 Jahren auf dieser Welt gelernt hab: ich liebe Jeanshosen.

Liebt Ihr einen Pullover total, obwohl er vielleicht schon ein Loch hat oder total fusselt? Aber daheim aufm Sofa sitzen mit dem Pulli eingekuschelt ist das Beste? Keep it! Es gibt kein Gesetz dagegen… Lasst Euch nicht verrückt machen. Auch wenn Minimalismus im Kleiderschrank optisch erstmal sexy wirkt.

Ein klein wenig Bremsen sollte man sich eventuell auch in Sachen Sommer / Winter. Jetzt ist Oktober und ich renne nicht mehr in Trägertops draußen rum. Aber es wird (zum Glück) der nächste Sommer kommen und da bringt es nichts jetzt alles raus zu sortieren was man dann eventuell brauchen kann. Stimmt nicht! Aufs Bauchgefühl hören. Mist, jetzt bin ich selbst in die Falle getappt. Wenn es dich heute nicht glücklich macht dann weg damit! Im Sommer ist Sommer und dann sieht man weiter. Ich habe den Absatz aber absichtlich stehen lassen. Tappt nicht in die selbe Falle!
Mein Tipp für Saisonware, die aktuell definitiv nicht zum Einsatz kommt: Stapel machen (nur Sachen, die Happy machen!!), ab in den Karten oder nach hinten in den Schrank. Wenn die Zeit gekommen ist rausholen und nochmals überprüfen.

 

Künftig möchte ich es übrigens so machen, dass jedes Mal wenn ich mich morgens anziehe ich mir im Spiegel kurz die Frage stelle ob es mich wirklich glücklich macht dieses Teil zu tragen. Wenn nicht kommt es direkt weg. Ich hoffe, ich halte das durch. Werde mir einen kleinen Reminder an die Schranktür machen…

Und am Ende der ganzen Nummer kam mir dann noch die beste Idee des Tages: vielleicht sollte ich ja mal eine Kleidertauschparty organisieren…

Was denkt Ihr?

Wie immer könnt Ihr die Reise (und diesmal ist es eine Reise durch mein neues Zuhause statt eine Reise-Reise) auf meinem Instagram-Channel verfolgen oder im Anschluss hier auf dem Blog mehr dazu lesen. Stay tuned! Ganz im Sinne meiner neuen Mission #makethisahome wird in nächster Zeit viel passieren im Bereich Interior-Updates aus dem neuen Haus. Ich möchte Euch gerne Zimmer für Zimmer zeigen, was wir alles Schönes machen.

Vielleicht kann ich Euch auch ein bisschen anstecken mal wieder frischen Wind in die eigenen 4 Wände zu bringen oder ‚Lasten‘ loszuwerden. Denn nach meiner Ausräum-Aktion im Kleiderschrank gehe ich nach genau dem gleichen Prinzip vor und stelle mir bei allem die Frage: Macht’s happy? Wenn nicht kommt es gnadenlos weg. Egal was es ist. Aktuell steht sogar unser Sofa bei Ebay Kleinanzeigen zum Verkauf, dabei ist es gerade mal 3 Jahre alt und noch top in Schuss.

Vegtastische Grüße!

Sabrina

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Ich heiße Sabrina und lebe in einem Häuschen bei Neu-Ulm in Bayern. Seit 2016 bin ich Mama eines kleines Bubs. Ich liebe es zu reisen - mit dem Rad, dem Auto, der Bahn. Ich schreibe über die verschiedensten Themen und versuche dabei das Thema Nachhaltigkeit immer im Fokus zu haben.
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2 thoughts on “FREE YOUR STUFF: Klamotten raus! Jetzt wird gemistet!

  1. Stephanie Klingler

    Hey,
    So hab ich meinen Schrank auch schonmal ausgemistet 😊
    Kleidertauschpartys sind eine super Sache. Meine Freundinnen und ich machen das ein bis zweimal im Jahr.
    Und wenn du eine machst wäre ich gern dabei.
    Liebe Grüße Stephie

    Reply

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