Wann ist Vorsicht bei Massagen geboten?

Massagen gelten zu Recht als wirkungsvolles Heilmittel für zahlreiche Beschwerden. Das Drücken und Kneten der Muskulatur fördert die Durchblutung, lockert Verspannungen und steigert nicht zuletzt auch das psychische Wohlbefinden. Massagen werden längst nicht mehr nur in medizinischer Form von Physiotherapeuten angeboten. In jeder Stadt finden sich zahlreiche Wellnesseinrichtungen, die u.a.. die klassische Thai-Massage anbieten, die aus Japan stammende Shiatsu-Behandlung, indische Ayurveda-Therapien und vieles mehr.

Allerdings kann Massage unter bestimmten Umständen mehr Schaden als Nutzen anrichten. Ein guter Massage Therapeut sollte einem neuen Kunden daher vor der ersten Massage einige Fragen zur Gesundheit und zu chronischen Beschwerden stellen. Bei einer guten Massage Ausbildung, lernt der Massage Therapeut die wichtigsten Handgriffe.

Wann sollte auf Massagen verzichtet werden?

Es gibt zahlreiche Gründe, warum eine Massage keine gute Idee ist. Die wichtigsten Kontraindikationen:

  • Neurologische Verletzungen im Bereich der Wirbelsäule wie akute Bandscheibenvorfälle oder Hexenschüsse
  • Zu frühe Behandlungen nach einer Bandscheibenoperation
  • Akute virale oder bakterielle Infektionen (Grippe, schwere Erkältungen, Fieber)
  • Gefäßerkrankungen wie schwere Krampfadern, akute Venenleiden oder Thrombosen
  • Akute und chronische Hauterkrankungen wie offene Wunden, Verbrennungen, Infektionen, Ekzeme oder Pilzbefall der Haut
  • Epileptische Erkrankungen (Massagegriffe könnten einen Anfall triggern)
  • Die ersten Monate nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall
  • Das Tragen eines Herzschrittmachers

Bei chronischen entzündlichen Beschwerden wie Rheuma und Arthritis dürfen Massagen nur auf ausdrückliche Anordnung des Arztes durchgeführt werden. Gezielt eingesetzte Massagen können die Durchblutung der Muskulatur fördern und die Schmerzen lindern.

Massagen während der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft kann eine Massage wunderbare Erholung und Entspannung bringen. Allerdings sind dabei einige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. So besteht bei Schwangeren ein erhöhtes Thromboserisiko. Auf die Massage der tiefliegenden Bein- und Armmuskulatur sollte verzichtet werden. Außerdem sollte die Schwangere in einer bequemen Seitenlage massiert werden. Wichtig ist daneben die Vermeidung bestimmter Druckpunkte, die möglicherweise frühzeitige Wehen auslösen könnte. Grundsätzlich sollten Massagen bei Schwangeren nur von speziell geschulten Fachkräften durchgeführt werden.

Ein Präventionsvertrag sichert den Therapeuten ab

Wird die Massage durchgeführt, empfiehlt sich der Abschluss eines sogenannten Präventionsvertrages. Mit diesem versichert der Kunde, dass er körperlich gesund ist und die Massage ohne Bedenken durchgeführt werden darf. Er stellt den Therapeuten von jeder Haftung frei, sollte es in Folge der Massage doch zu Beschwerden kommen.

Vegtastisch

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