Hilft CBD gegen Kopf- und Menstruationsbeschwerden?

Hast du von dem vermeintlichen Wunderwirkstoff CBD (auch Cannabidiol genannt) gehört und willst mehr darüber erfahren? Dann geht es dir wie mir vor einigen Tagen.

Unlängst habe ich gelesen, dass gewisse Inhaltsstoffe der Hanfpflanze gegen Kopfschmerzen und Menstruationsbeschwerden helfen sollen. Ich wollte der Sache auf den Grund gehen und habe mich daher mit dem Thema näher auseinandergesetzt.

Im folgenden Artikel erkläre ich kurz wie Kopf- und Regelschmerzen eigentlich entstehen, welche Umstände sie begünstigen sowie wie CBD dabei helfen kann. Wir schauen uns anschließend mögliche Effekte auf wiederkehrenden Schmerzen an und analysieren mögliche Nebenwirkungen, Einnahmeformen, empfohlenen Dosierungen und Nutzererfahrungen. Los geht’s! 

Wie entstehen Kopfschmerzen?

Kopfschmerzen sind nach Rückenschmerzen die zweithäufigste Schmerzform der Deutschen und betreffen dabei sowohl Jung und Alt. Meist handelt es sich dabei um temporäre Schmerzen, welche von selbst wieder verschwinden. Doch auch chronische Krankheiten können dahinterstecken. Die bekannteste Form ist hier wohl die Migräne

Bei den Ursachen unterscheiden Ärzte grob zwei Arten:

  • Primäre Kopfschmerzen entstehen durch äußere Umstände. So kann übermäßiger Stress genauso eine Ursache sein, wie zu wenig Flüssigkeitsaufnahme oder Rauchen.
  • Sekundäre Kopfschmerzen hingegen entstehen in Folge von anderen Krankheiten und Beschwerden. Darunter Bluthochdruck, Infektionen, Verletzungen und Entzündungen.  

Es gilt: Wer unter dauerhaften Kopfschmerzen leidet, sollte immer einen Arzt aufsuchen. 

Woher kommen Menstruationsbeschwerden?

Wie unangenehm Regelschmerzen sein können, muss ich wohl keiner Frau erzählen. Man schätzt, dass bei 30 bis 50% der Frauen die monatlichen Beschwerden so stark werden, dass sie den Alltag einschränken. Die Schmerzen im Unterleib entstehen dabei durch starke Kontraktionen der Gebärmutter. Oftmals werden sie begleitet von Übelkeit, Durchfall und auch Schmerzen in anderen Körperpartien. 

Für die Entstehung und Schwere der Menstruationsbeschwerden ist das Hormon Prostaglandin hauptverantwortlich. Dennoch unterschätzt man auch gerne den Einfluss von psychischen Faktoren wie Stress und Angstzustände. Diese können den Verlauf der Schmerzen maßgeblich beeinflussen. 

Was ist CBD und wie wirkt es?

CBD ist die Abkürzung für Cannabidiol. Dabei handelt es sich um einen, der zwei bekanntesten Wirkstoffe der Hanfpflanze. Hanf wird schon seit Jahrtausenden als Naturheilmittel verwendet. Auch wenn sein Ruf im letzten Jahrhundert etwas gelitten hat, kommt heutzutage wieder Bewegung in die Forschung. Experten, diverse Untersuchungen und kleine Studien sehen CBD mittlerweile als einen wirksamen Wirkstoff gegen allerlei Krankheiten und Symptome.

Auch die Erfahrungsberichte der Nutzer fallen zumeist sehr positiv aus. Sie berichten von einer beruhigenden Wirkung auf den Körper, einen verbesserten Schlaf und einer guten Wirksamkeit gegen Schmerzen, Entzündungen sowie Angst- und Panikattacken.

Wenn du weiterführende allgemeine Informationen zum Thema suchst, kann ich auf CBD360 den allgemeinen CBD Artikel empfehlen. Dort findest du alles von A-Z.

Wie kann CBD gegen Regel- und Kopfschmerzen helfen?

Der Einsatz von CBD auch ein heiß diskutiertes Thema bei Kopf- und Menstruationsbeschwerden. Sehe wir uns diese im Detail an.

CBD gegen Kopfschmerzen

Die schmerzreduzierende Wirkung von CBD gehört zu den am besten erforschten Wirkungsweisen. Bei einer kleinen Humanstudie im Jahr 2016 wurden 121 Probanden untersucht, welche unter regelmäßigen Kopfschmerzen litten. Bei 71 von ihnen konnten sowohl die Stärke als auch die Frequenz der Schmerzen verringert werden (Rhyne DN et al., Effects of Medical Marijuana on Migraine Headache Frequency in an Adult Population, 2016. Pharmacotherapy).

Zu einem ähnlichen Ergebnis kam man aber schon 2001, als man den Effekt von Cannabinoiden bei Migräneattacken untersuchte (Russo EB. Hemp for headache: An in-depth historical and scientific review of cannabis in migraine treatment. J Cannabis Ther 2001). Dabei scheint sich CBD nicht nur positiv auf die Schmerzen selbst auszuwirken, sondern kann primäre Ursachen wie Stress genauso reduzieren, wie die sekundären Ursachen: Bluthochdruck (Khalid A. Jadoon, A single dose of cannabidiol reduces blood pressure in healthy volunteers in a randomized crossover study, JCI Insight. 2017) und Entzündungen (Burstein S. Cannabidiol (CBD) and its analogs: a review of their effects on inflammation. Bioorg Med Chem. 2015).

CBD gegen Menstruationsbeschwerden  

Ähnliche Gründe sprechen auch für eine Verwendung bei Regelschmerzen. Der Einsatz von CBD scheint sich zudem positiv auf den psychischen Zustand des Konsumenten auszuwirken. Weniger Angstzustände und verbesserter Schlaf werden häufig beobachtet (Shannon S, Cannabidiol in Anxiety and Sleep: A Large Case Series, Perm J., 2019). Ein allgemein, verbessertes Wohlbefinden reduziert oft auch Regelbeschwerden. 

Zudem scheint CBD auch gewisse krampflösende Eigenschaften zu besitzen und auch schon bei PMS (Prämenstruelles Syndrom) einen Einfluss auf den Hormonhaushalt und den damit verbundenen Symptomen zu haben (Hofmeister, S., & Bodden, S. Premenstrual Syndrome and Premenstrual Dysphoric Disorder. American Family Physician. 2016).       

Welche Nebenwirkungen gibt es?

Die Einnahme von CBD gilt als sehr sicher und der Wirkstoff als gut verträglich. Derzeit besteht in Deutschland, im Gegensatz zur Verwendung von medizinischem CBD, keine Rezeptpflicht. Dennoch könnte CBD auch Nebenwirkungen aufweisen. Darunter fallen:

  • Ein trockener Mund
  • Niedriger Blutdruck
  • Durchfall
  • Appetitlosigkeit &
  • Müdigkeit

Im Gegensatz zu herkömmlichen Medikamenten sind die Begleiterscheinungen meist sehr schwach ausgeprägt und verschwinden schnell wieder. Vielleicht ist CBD gerade deswegen für viele Menschen eine gute Alternative

Wie sieht die Einnahme und Dosierung von CBD aus?

Produkte mit CBD gibt es in vielen Variationen, Konzentrationen und Einnahmeformen. Die beliebteste Methode ist aber nach wie vor die sublinguale Einnahme von CBD Öl. 

Hier werden einige Tropfen unter die Zunge verabreicht und dort über die Mundschleimhaut absorbiert. Eine Wirkung kann hier schon nach etwa 10 Minuten erzielt werden. 

Wer den Geschmack von CBD Öl aber nicht mag, Alternativen sucht oder eine schnellere oder länger anhaltende Wirkungsweise wünscht, kann auch zu anderen Produkten wie Kapseln, Liquid, Lebensmittel und sogar CBD Blüten greifen. Die Produkte lassen sich zumeist sehr leicht in den Alltag integrieren.

Wie viel du nehmen solltest, kann ich dir hier leider nicht beantworten. Es scheint, dass CBD bei jedem Menschen etwas anders wirkt und Faktoren wie Gewicht, Größe, Stoffwechsel und Beschwerden einen Einfluss auf die optimale Dosierung haben. Ich würde mich daher dem Rat der Experten anschließen und zunächst mit einer kleinen Dosis beginnen. Im Verlauf der Behandlung, kannst du die Menge dann Schrittweise erhöhen. Beachte, dass alle Informationen zwar auf wissenschaftlichen Daten und Erfahrungen beruhen, ein Heilversprechen aber dennoch unseriös wäre. Wie Cannabidiol auf dich wirkt, kannst nur du herausfinden. 

Welche Erfahrungen gibt es mit CBD 

Wer sich mit dem Thema noch intensiver beschäftigen möchte, sollte auch unbedingt die Meinung der Community zu Rate ziehen. In sozialen Netzwerken, wie Facebook und Co. berichten viele Menschen bereits von ihren Erfahrungen mit dem Wirkstoff. Zumeist fällt das Feedback sehr positiv aus und die Nutzer berichten von weniger und geringeren Schmerzen, besserer Schlafqualität und ein gesteigertes Wohlbefinden auch während der Periode. Eine gute Quelle und sehr zu empfehlen, ist dabei die Facebook Gruppe: Cannabook mit derzeit mehr als 1.000 Nutzern.    

Fazit  

Das Thema CBD ist äußerst spannend. In den letzten Jahren gewinnen wir immer mehr Erkenntnisse über die Wirkungsweise und die Möglichkeiten, die sich dadurch eröffnen. Dieser Trend wird sich wohl in den nächsten Jahren fortsetzen und es ist nicht auszuschließen, dass CBD in Zukunft ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens wird.

Ob das Cannabidiol dir nun bei Kopf- und Regelschmerzen helfen kann ist von Person zu Person unterschiedlich. Die Erfahrungen damit und erste Studien stimmen positiv. Aufgrund der geringen Nebenwirkungen und der guten Verträglichkeit kann ich jedem nur Raten es einmal zu probieren und sich selbst ein Bild darüber zu machen.

Hast du CBD bei Schmerzen schon einmal probiert? Welche Erfahrungen hast du damit gemacht? Lasse es mich doch gerne in den Kommentaren wissen.  

Vegtastische Grüße!

Sabrina

 

Vegtastisch

2 thoughts on “Hilft CBD gegen Kopf- und Menstruationsbeschwerden?

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