Kochen und Braten mit natürlichen Ölen – Was ist dran am Hype um ausgefallene Speiseöle?

Speiseöle werden täglich in beinahe jedem Haushalt verwendet. Dennoch muss es zum Kochen und Braten nicht immer ein klassisches Öl sein. Ausgefallene Speiseöle wie Sesamöl und Traubenkernöl werden hierzulande immer beliebter. Wodurch zeichnen sich diese Produkte aus und sind sie wirklich so wertvoll für die Gesundheit?

Sesamöl – traditionelles Öl mit vielseitigen Einsatzmöglichkeiten

Obwohl Sesamöl erst seit relativ kurzer Zeit zu den im Haushalt verwendeten Speiseölen zählt, wurde Sesam als Gewürz bereits vor 5.000 Jahren von den Völkern im Mittelmeerraum verwendet. Sesam wird überwiegend in subtropischen und tropischen Gebieten angebaut und das ganze Jahr über geerntet. Für ein hochwertiges Sesamöl darf ausschließlich 100 Prozent Sesam verwendet werden. Um einen Liter Sesamöl herzustellen, sind deshalb mindestens drei Kilogramm Sesamsamen notwendig. Fachleuten zufolge ist kalt gepresstes Öl besonders wertvoll, da durch den schonenden Herstellungsprozess alle Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Zur Entfernung größerer Partikel muss Sesamöl gefiltert werden. Während bei nativem Öl die naturbelassenen Samen kalt gepresst werden, verfügt raffiniertes Öl durch die Zuführung von Wärme während des Herstellungsprozesses über eine längere Haltbarkeit. Allerdings gehen bei diesem Vorgang wichtige Inhaltsstoffe sowie ein Teil des typischen Geruchs und Geschmacks verloren.

Energiespendendes und cholesterinsenkendes Naturöl

Unraffiniertes Öl wird nach dem Pressvorgang zusätzlich einer Dämpfung unterzogen, um die Haltbarkeit des Öl zu erhöhen. Ernährungswissenschaftler sprechen von einer positiven Wirkung, die Sesamöl auf die Gesundheit haben soll. Zu den Qualitäten des Naturöls zählt neben dem vorbeugenden Effekt auf das Herz- und Kreislaufsystem auch eine mögliche Senkung des Blutfettspiegels. In medizinischen Studien wurde festgestellt, dass Sesam und Sesamöl Arterienverkalkung und Osteoporose vorbeugen und den Aufbau der Zähne festigen kann. Sesamöl wird in der Küche hauptsächlich zum Kochen, Braten und Backen verwendet. Profi-Köche nutzen das Öl ebenfalls für frische Salate und sogar zur Herstellung unterschiedlicher Süßspeisen. Vor allem in der asiatischen Küche ist das aromatische, leichte Öl bekannt und wird zum Braten und Garen von Wokgemüse, Fleisch, Fisch und Geflügel verwendet. Uneinig sind sich Experten darüber, ob kaltgepresstes Öl erhitzt werden sollte, da bei diesem Vorgang wichtige Inhaltsstoffe verloren gehen. Bei der Erhitzung bildet sich allerdings das wertvolle antioxidative Sesamöl, das dem natürlichen Alterungsprozess entgegenwirken soll. Sesamöl lässt sich mit anderen erhitzbaren Ölen mischen und wird zur Aroma-Verstärkung den Gerichten nach dem Ende der Garzeit beigefügt.

Gesundes Öl mit fruchtig-nussigem Geschmack: Traubenkernöl

Ein anderes beliebtes Öl ist das bereits seit dem Mittelalter bekannte Traubenkernöl. Das Speiseöl wird von den Verwendern aufgrund des typischen nussig-fruchtigen Geschmacks geschätzt. Für einen Liter Öl müssen circa 40 Kilogramm Traubenkerne aus einer Menge von ungefähr zwei Tonnen während der Weinlese aussortierten Trauben gewonnen werden. Traubenkernöl ist reich an ungesättigten Fettsäuren. Aufgrund seines hohen Vitamin E-Gehalts wird dem Traubenkernöl ein schützender Effekt vor freien Radikalen nachgesagt. Diese Moleküle greifen die gesunde Zellstruktur im Körper an und sind an der Entstehung zahlreicher Krankheiten beteiligt. Zu den wichtigen Bestandteilen des Traubenkernöl zählen Phenole, Spurenelemente, Mineralstoffe sowie Lecithin und Vitamin K. Natürliche Speiseöle sind im Handel meist in Bio-Qualität erhältlich. Eine große Auswahl an Naturprodukten mit vielfältigen Geschmacksnuancen gibt es ebenso wie hochwertige Öle und vieles mehr auf fandler.at. Der Fachbetrieb stellt ausschließlich sortenreine, kaltgepresste Öle in Erstpressung nach einer alten Familien-Tradition her. Kaltgepresste Öle zeichnen sich durch ihr fruchtiges Aroma aus, während raffiniertes Traubenkernöl mild oder neutral schmeckt.

Distelöl: Ideal für Rohkost und Gemüsegerichte

Aus der Färberdistel, einer Jahrtausende alten Nutz-, Heil- und Färberpflanze mit vielen wertvollen Inhalts- und Wirkstoffen, wird ein durch eine Kaltpressung hochwertiges Distelöl gewonnen. Das leicht duftende Öl besitzt einen milden und dennoch gehaltvollen Geschmack. Es gilt als gesundes Lebensmittel und wird schon seit der Antike in der Küche verwendet. Verbrauchern wird empfohlen, beim Kauf von Distelöl darauf zu achten, dass die Ölsaat aus kontrolliert biologischem Anbau stammt und die Weiterverarbeitung mittels Kaltpressung erfolgte. In der Vergangenheit kam es zu Beschwerden, da einige Betriebe konventionell raffinierte Produkte als Öko-Öl deklarierten. Distelöl soll einen positiven Einfluss auf einen erhöhten Cholesterinspiegel haben und zur Cholesterinsenkung beitragen. Kaltgepresstes Öl wird in der Küche hauptsächlich für Speisen, die nicht erhitzt werden müssen verwendet und verleiht Salaten, Rohkost und Gemüsegerichten ein schmackhaftes Aroma. Distelöl lässt sich auch zur Zubereitung von Dressings und Dips sowie zum Abschmecken von Reis-, Nudel- und Kartoffelgerichten verwenden.

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Ich heiße Sabrina und lebe in einem Häuschen bei Neu-Ulm in Bayern. Seit 2016 bin ich Mama eines kleines Bubs. Ich liebe es zu reisen - mit dem Rad, dem Auto, der Bahn. Ich schreibe über die verschiedensten Themen und versuche dabei das Thema Nachhaltigkeit immer im Fokus zu haben.
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