MAMA MONDAY: Ein Kirchenaustritt und eine „Nicht-Taufe“ (mit Gewinnspiel)

Lange haben wir herumüberlegt, ob unser Nachwuchs getauft werden soll. Immerhin ist er nun schon 10 Monate alt. Laut meiner verstorbenen Oma ist es wichtig, ein Kind im ersten Lebensjahr taufen zu lassen. Aha. Aber wieso eigentlich?!
Über diese Frage habe ich viel nachgedacht. Ehrlich gesagt habe ich keine Antwort gefunden. Zumindest für mich nicht. Und wer bin ich, dass ich dem kleinen Mann etwas aufzwängen kann? Ist es nicht viel sinnvoller ihn selbst entscheiden zu lassen, wenn er alt genug ist? Ja! Genau das!

Die „Nicht-Taufe“

So kam es nun also, dass wir uns gegen die Taufe entschieden haben. Zumindest im klassischen Sinn mit Kirche. Trotzdem wollten wir aber den Kleinen nochmal so richtig schön mit der ganzen Familie und im Freundeskreis willkommen heißen – bei seiner „Nicht-Taufe“. Naja gut, man könnte es auch Namensfeier oder Willkommensfeier nennen. So etwas ist ja nicht selten heutzutage.

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Die Einladungen

Um der Feier offiziell anzukündigen habe ich Post an Familie und Freunde versendet. Nix da Einladung per SMS oder sowas. Bei kartenmachen.de haben wir die Einladungskarten- und umschläge bestellt. Auch wenn die Karten dort aus der Tauf-Kategorie stammen und die Einladung vielleicht auch auf den ersten Blick nach einer Taufeinladung aussieht gefiel sie mir auf den ersten Blick richtig gut.

Das tolle bei kartenmachen.de ist, dass auf Wunsch Grafiker bei der Gestaltung bzw. der Individualisierung der Karten helfen. So lassen sich alle Produkte im Shop  anpassen bzw. personalisieren und so konnte ich alles was auf eine Taufe hingedeutet hätte auch direkt abändern lassen. Das Ergebnis ist unsere „Einladung zur Namensfeier“, ursprünglich Taufeinladungen mit Anker und Schiffchen. Obwohl es sich bei dem Schiff und dem Anker eigentlich um christliche Symbole handelt habe ich beide bewusst so gelassen – aber ihnen (in der Rede durch unsere freie Rednerin) eigene Bedeutungen verpasst. 10 Karten kosten 16 Euro. Außerdem haben wir uns für Umschläge in hellblau für den Versand der Einladungen entschieden. Diese kosten 4,50 Euro pro 10 Stück.

 

Umschläge – perfekt für Jungs 😉

Entschuldigt bitte die leichte Bearbeitung der Fotos. Ich hab nur versucht Fotos und Namen ein bisschen (stümperhaft) zu verschleiern. Denkt Euch das bitte weg, dann sind die Katen sehr hübsch. 😉

Die Dekoration

Bei der Dekoration für diesen Tag half mir dankenswerterweise meine Schwägerin in spe. Ich bin mit dem Ergebnis so zufrieden und so happy!

Da wir ja einen Jungen haben gab es natürlich sehr viel Deko in verschiedenen Blautönen. Vorrangig aus Papier. Inspirationen haben wir uns online geholt aber auch in Büchern wie „Alles Papier: 40 DIY-Projekte zum Nachmachen“ (Haupt Verlag, 24,90 Euro).

Viele Teile der Deko habe ich über Wochen hinweg zusammengestellt. Immer wenn ich in einem Laden etwas passendes gesehen habe, habe ich es direkt mitgenommen. So zum Beispiel Kerzen, Luftballons, Fähnchen, Lampions, …

Auf den Tischen gab es selbst gefaltete Schiffchen.
Außerdem hatten wir für die Knabbereien auf den einzelnen Tischen ein paar Schalen gefaltet. Diese Idee kam beispielsweise aus dem Buch „Alles Papier“.

Die schönen Blumen für unsere Deko kamen direkt vom Feld. Genauer gesagt vom „Blumen zum Selberschneiden“-Feld hier bei uns im Dorf. Ich liebe Sonnenblumen und ich finde neben ihnen braucht es sonst keine aufwendige Blumendeko.

Selbstgebastelte Schalen für Knabbereien – eine Idee aus dem Buch „Alles Papier“

Im Garten

Mein absoluter Wunsch war eine richtig schöne Feier in unserem eigenen Garten. Da unser Garten etwas kleiner ist als Omas Garten und die Gästeliste für die Feier irgendwie immer länger wurde haben wir uns für ihren Garten entschieden. Dort wären wir auch flexibler gewesen falls das Wetter nicht so gut mit gespielt hätte.

Ruhe vor dem Sturm…

…bis es sich langsam füllt.

Die Gartenhütte wurde einfach umfunktioniert. Rasenmäher raus, Essen rein.


Das Essen

Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen das Catering für die Gäste selbst zu übernehmen. Zumindest den größten Teil davon. Ein bisschen was haben auch Gäste zum Buffet beigesteuert.

Mein Vorbereitungschaos bei meiner Mutter in der Küche.

Cakes & Sweets

Produkte für Kuchen usw. habe ich bei Demmler in Berlin bestellt. Darunter Muffinpapier, Backförmchen, Tischschildchen, Pralinenpapier,… Die Sachen habe ich an Familienmitglieder verteilt, die sich am Buffet beteiligen wollten.

Das Rahmenprogramm

Auf einer Nicht-Taufe gibt es natürlich keinen Pfarrer, der die offiziellen Worte spricht. Stattdessen hatten wir eine freie Rednerin, die eine Rede nach meinen Vorgaben hielt. Hierfür haben wir uns im Vorhinein ein paar mal getroffen und ganz viel über meinen Junior gequatscht.

Da meine Familie übrigens etwas Internet-Scheu ist, zeige ich hier aus Respekt davor nur ein paar wenige Fotos vom Fest. Ich hoffe, man bekommt trotzdem einen kleinen Eindruck.

Mein Austritt aus der Kirche

Um die Aussage, dass ich mit Kirche eigentlich nichts am Hut habe zu untermauern bin ich vor kurzem auch wirklich noch aus der evangelischen Kirche ausgetreten.
Das geht gar nicht so einfach wie ich dachte. Nix von wegen Brief an den Pfarrer und Tschüß. In Bayern muss man persönlich beim Standesamt mit seinem Personalausweis vorstellig werden und ein Formular ausfüllen. Zur Kasse wird man dann direkt auch noch gebeten und darf 31 Euro bezahlen. Aber wie dem auch sei, nun bin ich offiziell konfessionslos.


Gewinnspiel:

Wie ist das bei Euch? Habt Ihr Eure Kids taufen lassen? Wie ist Eure Meinung dazu?

Unter allen Kommentaren verlose ich einen Shopping-Gutschein vonkartenmachen.de im Wert von 50 Euro.

Teilnahmebedingungen:

  • Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
  • Die Teilnahme ist kostenlos.
  • Die Gewinnbenachrichtigung erfolgt per Email. Der Gewinner erhält einen Gutscheincode im Wert von 50 Euro zum Einlösen auf www.kartenmachen.de
  • Der Gewinnversand erfolgt über www.kartenmachen.de.
  • Einsendeschluss ist der 08.10.2017
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Mehrmalige Teilnahme erhöht die Gewinnchance nicht.

Aktuell verlose ich übrigens auch noch einen 50 Euro Shopping-Gutschein von CREATISTO (Hier entlang…) und 2 Bambus-Zahnbürsten-Sets von ECOMONKEY (Hier entlang…).

 

Vegtastische Grüße & Viel Glück!

Sabrina

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#KOOPERATION: Vielen lieben Dank an kartenmachen.de für die Einladungskarten und -umschläge und das Gewinnspiel. Außerdem danke ich der Demmler Berlin für diverse Backutensilien.

 

Vegtastisch

Vegtastisch

Ich heiße Sabrina und lebe in einem Häuschen bei Neu-Ulm in Bayern. Seit 2016 bin ich Mama eines kleines Bubs. Ich liebe es zu reisen - mit dem Rad, dem Auto, der Bahn. Ich schreibe über die verschiedensten Themen und versuche dabei das Thema Nachhaltigkeit immer im Fokus zu haben.
Vegtastisch

5 thoughts on “MAMA MONDAY: Ein Kirchenaustritt und eine „Nicht-Taufe“ (mit Gewinnspiel)

  1. Mike

    Scheint ein sehr hübsches Fest gewesen zu sein. 🙂

    Auch bei uns (ehem. katholisch) hat der Spaß übrigens Geld gekostet, als wir aus der Kirche austraten. Inkl. bösem Blick und Hinweis, dass man „alles nochmal machen muss“, falls wir es uns wieder anders überlegen würden. Also Kommunion bla bla. War schon 2001 – aber hat da glaub 50 DM (müssten das noch gewesen sein) für 2 Personen gekostet. Der Junior hatte auch bei uns die Gelegenheit es sich selbst zu überlegen, ob und wohin er tendieren würde. Finde diese Entscheidung immer noch gut und haben es nicht bereut.

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  2. Laura

    Schön, dass du von eurer Feier berichtet hast… habe dadurch ein paar Inspirationen erhalten 😉
    Wir wollen im kommenden Jahr auch eine Willkommensfeier/Namensfeier für unsere Zwillingsjungs machen. Und da wäre der Gutschein für die Einladungskarten ja genau richtig 🙂 eure gefallen mir nämlich wirklich sehr gut!!
    Und mit eurer freien Rednerin Gaby Fischer werde ich mich, auch mal austauschen. Vielleicht passt sie ja auch für unserer Zeremonie…
    Planen dabei auch zwei Paten zu ernennen und in die Feier aktiv mit einzubeziehen.

    Also dann natürlich noch herzliche Glückwünsche in unbekannter Weise an den kleinen Gefeierten ♡

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  3. Verena

    Hi Sabrina.
    Uns war sehr wichtig unseren Buben taufen zu lassen. Wir sind beide gläubig und daher war es für uns selbstverständlich ihn taufen zu lassen.
    Das Argument, dass er selber entscheiden kann und man Kinder deswegen nicht tauft, hinkt meiner Meinung nach immer etwas. Denn man zeigt ihm diese Seite des Glaubens ja nie aktiv und regelmäßig,so dass er sagen kann,ob das etwas für ihn ist.
    Ich lebe meine Werte und Vorstellungen meinem Kind vor und was er ihm Teenie Alter damit macht, ist dann seine Sache.

    Ich finde es aber wirklich konsequent und auch absolut richtig aus der Kirche auszutreten,wenn man damit nichts mehr Anfangen kann. Finde es daher auch immer total unverständlich, wenn man dann trotzdem seine Kinder taufen lässt. Eure Art der Feier finde ich daher sehr schön.

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  4. Motti

    Schon als Jugendliche habe ich festgestellt, dass ich mit Gott und Kirche nichts anfangen kann. Daher bin ich gar nicht erst konfirmiert und meine Kinder nicht getauft worden. Meine Mutter hat damals für meine Mädchen in ihrem Garten Willkommensfeiern veranstaltet. Das war 1988! Damals war das noch sehr unüblich und ich danke meiner Mutter sehr für diese schöne Idee. Schön, dass es heute viel mehr Leute machen. Feste lockern den Alltag auf und zaubern fröhliche Gesichter.

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