„Milch“kaffee auf vegane Art – Warum ich keine Kuhmilch trinke

Wie schön ist es am Morgen mit der Sonne und dem Gezwitscher von diversen Vogelarten aufzustehen, zur Kaffeemaschine zu schlurfen und sich zunächst einmal einen dieser Lebendigmacher zu kochen. Doch da war doch was, hat man nicht gerade das Leben auf vegane Art umgestellt? Schon steht man vor der ersten Frage des Tages, wie nur kann man jetzt einen Milchkaffee genießen? Alle Kaffeetrinker, die sich auf einen veganen Lebensstil eingerichtet haben, mussten diese Metamorphose auch irgendwann durch machen und haben dies mit Bravur gemeistert. So auch ich.

Ein Kännchen Milch vom Bauernhof nebenan? So idyllisch ist es jedoch in Realität selten.

Warum trinken Veganer keine Kuhmilch?

Meiner Meinung nach muss jeder (Veganer) selbst entscheiden was er konsumiert oder wie streng er sich ernährt. Mir persönlich hat tierische Milch ehrlich gesagt noch nie so wirklich richtig gut geschmeckt. Daher war es für mich auch total einfach darauf zu verzichten beziehungsweise einen Ersatz zu suchen.

Im ersten Moment solle man meinen schadet es ja keiner Kuh, wenn wir Menschen ihre Milch konsumieren. Nur wenige machen sich die Mühe herauszufinden, wie ihre Milch wirklich „produziert“ wird. Hier nur ein paar Details in Kürze: Eine Kuh gibt nur Milch wenn sie schwanger ist. Nicht schwanger = kein Kälbchen = keine Kuhmilch. Die Milch, die die Kuh gibt ist also logischerweise für ihr Baby bestimmt. Um also viel Milch zu geben muss eine Kuh ständig schwanger sein. Wie am Fließband wirft sie Kälbchen – und was mit denen dann geschieht daran darf ich gar nicht denken… Seit ich Mama bin ist es für mich ein gleich nochmal doppelt komischer Gedanke quasi die Muttermilch einer Kuh zu trinken. Wen die Hintergründe noch genauer interessieren der kann gerne hier die ganze Story hinter der Milchproduktion nachlesen.

Inzwischen ist es übrigens sogar so, dass ich es sofort merke, wenn mir jemand einen Kaffee oder Latte mit Kuhmilch unterjubeln will. Sowohl mein Geschmackssinn als auch meine Verdauung haben dem Konsum von Kuhmilch abgeschworen und rebellieren sofort.

Alternativen zu Kuhmilch

Hat man erst einmal sein Leben und somit auch die Ernährung umgestellt, braucht es hier und da Alternativen zu den Produkten, die man bis zu der Entscheidung sein Leben veganen leben zu wollen, noch genutzt hat. Wie Eingangs bereits erwähnt, fällt vielen dies erst auf, wenn sie das erste Mal ihren Kaffee am Morgen eben ohne die gewohnte Milch trinken müssen. Dabei bestehen tatsächlich Alternativen. Nein, als Alternative ist natürlich nicht Ziegenmilch gemeint. Unter anderem gehören zu den Alternativen beispielsweise Reismilch, oder auch Sojamilch. Diese bringen jedoch ein oft Problem mit sich. Gießt man sie in den Kaffee, machen sich sofort Flocken in der Tasse breit.

Dieses Bild kennt man noch aus der Zeit, wo die Kuhmilch sauer geworden ist.
Mit dem Kaffee selbst, und auch dem Geschmack ist hier alles in Ordnung. Aber unser Auge wird uns jedes Mal sagen, dass etwas mit dem Kaffee nicht stimmen kann. Am ehesten gibt es hier Sorten der veganen Milch von Alpro, bei der es im Kaffee keinerlei Flocken gibt. Die Experten von Kaffeemaschinen Vergleich hatten beispielsweise die Idee, dass wenn man sich einen Latte Macchiato selber machen möchte, die Sojamilch zunächst erwärmt und erst danach aufschäumt. Dann kommt es hier auch zu keinerlei Flocken. Da ich schon lange ein Gerät benutze, welches die Milch sowohl aufschäumt als auch gleichzeitig erhitzt habe ich wohl unbewusst alles richtig gemacht in Sachen Flockenvermeidung.

Gerade im Kaffee sollte die Milch auch eher einen dezenten Geschmack haben und nicht zu sehr nach Soja schmecken finde ich. Oft ist es auch genau dieser Geschmack, der Veganer dazu bringt, ihren Kaffee zukünftig ohne einen Ersatz zur Kuhmilch zu trinken. Aber dem muss nicht so sein, schließlich gibt es soooooo viele Alternativen mittlerweile. Sogar Nicht-Veganer greifen jetzt ab und an nach einer Alternative – einfach um geschmackliche Abwechslung zu haben.

Kaffeeweisser als Milchersatz?

Wer sich jedoch so gar nicht mit dem Geschmack von Soja im Kaffee auseinandersetzen möchte, der kann immer noch auf einen Kaffeeweißer zurückgreifen. Dieser sollte natürlich pflanzlich sein. Oft ist der Nachteil, dass die Packungen relativ klein sind. Wer nun mal viel Kaffee trinkt am Tag, der muss sich einen größeren Vorrat anlegen. Leider gibt es diese Kaffeeweißer fast ausschließlich nur online zu bestellen, oder aber in ausgewählten veganen Läden. Nicht jedoch im normalen Supermarkt, auf die viele noch aus Kostengründen zurückgreifen müssen. Wer viel unterwegs ist, der kann sich auch Portionsbeutel Kaffeeweißer kaufen. Diese sind sehr praktisch, gerade wenn man sich einen Kaffee an der Ecke holen möchte und man dort auf Veganer nicht eingestellt ist. (Allerdings fällt so mal wieder ein bisschen mehr Müll an leider.)

Im letzten Jahr habe ich auf der Nürnberger Street Food Convention übrigens den amtierenden Latte Art Weltmeister kennengelernt. Sein Weltmeister-Bild ist eine Schildkröte aus Milchschaum. Total verrückt. Sachen gibt’s. Richtig schön dicker und standfester Milchschaum ist aber meiner Meinung nach auch nur mit Sojamilch machbar. Reismilch beispielsweise ist viel zu dünn und auch die Nusssorten eigenen sich nicht. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf. Es kommen eh ständig noch neue Sorten im Einzelhandel dazu. Neulich habe ich Quinoamilch entdeckt. Auch spannend.

Vegtastische Grüße!

Sabrina

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Ich heiße Sabrina und lebe in einem Häuschen bei Neu-Ulm in Bayern. Seit 2016 bin ich Mama eines kleines Bubs. Ich liebe es zu reisen - mit dem Rad, dem Auto, der Bahn. Ich schreibe über die verschiedensten Themen und versuche dabei das Thema Nachhaltigkeit immer im Fokus zu haben.
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