Heldenmarkt 2018 in München – so war´s

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Aus Zeitgründen habe ich es nicht persönlich nach München zum Heldenmarkt geschafft. Daher habe ich mich wieder einmal von meiner rasenden Reporterin Lena vor Ort vertreten lassen. Lena war im letzten Jahr auch schon auf den BUNTE Beauty Days und der VeggieWorld für mich in München unterwegs und vor kurzem erst auf der Münchner Yogaworld.

Für die Messe gab es ja kürzlich Tickets hier zu gewinnen.


„Vor über einer Woche war ich auf dem Heldenmarkt unterwegs, eine Messe, rund um das Thema Nachhaltigkeit. Viele Aussteller waren mir bereits von der Veggie World bekannt, die ebenfalls im MVG Museum in München stattfand. Die Lokalität war nicht sonderlich groß und daher überschaubar, dennoch sehr gefüllt von dem Ansturm der Menschen. Für mich ist das immer sehr schön zu sehen, wie viele Menschen sich doch für einen verantwortungsvollen Konsum interessieren.

Es gab viele vegane und vegetarische Produkte, lediglich einen Bio-Metzger habe ich dort gesehen, was mir auch zeigt, dass der Verzicht auf tierische Produkte einfach zur Nachhaltigkeit beiträgt und dazugehört. Meine flexitarische Begleitung Eva hat sich dennoch mehr für den veganen Happy Cheeze interessiert. Kurz vor Schluss haben wir uns beide noch je einen Cashewkäse erobert. Auch das Catering war größtenteils vegan oder vegetarisch.

Doch es ging nicht nur um Konsum, sondern auch um soziale Projekte, wie den Bau von Brunnen in Entwicklungsländern, den Schutz von Tieren und der Umwelt oder das Retten von Lebensmitteln über sogenanntes „Foodsharing“. Nahrungsmittel, die im Supermarkt oder in Gaststätten nicht mehr verkauft werden dürfen oder können, werden dabei einfach verschenkt. Auch Privatleute können daran teilnehmen und hergeben, was sie nicht verwerten. Wer also denkt, dass ein nachhaltiger Lebensstil teuer ist, der irrt sich!

Super toll finde ich die Idee der Ökokiste, frisches Bio Obst und Gemüse direkt nach Hause vor die Tür geliefert zu bekommen. Als vollzeitberufstätige Pendlerin fehlt mir oft die Zeit, einkaufen zu gehen, und da ich auch nur loses Obst und Gemüse kaufe, ist die Auswahl im Supermarkt manchmal doch recht begrenzt. Zusätzlich kann man auch Pflanzenmilch, Müslis und andere regionale Lebensmittel bestellen. Die leere Kiste wird beim nächsten Einkauf wieder mitgenommen, so wird kein Müll produziert. Für die Menge, ist der Preis auch absolut in Ordnung. Von München bis Garmisch-Partenkirchen ist es die „Isarland Ökokiste“ , Richtung Augsburg die „Rollende Gemüsekiste“  und Richtung Pfaffenhofen die „Ökokiste Kirchdorf“ .

Oft stellt man sich ja die Frage „Ist Bio nur ein Betrug?“ Natürlich kann man bei den Bio Produkten, die es bei namenhaften Discountern im Angebot gibt, nicht die höchste Qualität erwarten. Man muss auf die Transparenz der Unternehmen achten. Auf dieser Messe wurde mir oft gesagt „kommen Sie doch einmal nach XYZ und sehen sich an, wo unsere Erzeugnisse herkommen und wie bei uns produziert wird. Das passiert einem im Supermarkt für gewöhnlich nicht, doch genau hieran erkennt man die Qualität, nämlich dass einem als Kunden nichts vorenthalten wird. Sehr interessieren würde mich, nach Uganda zu reisen und zu sehen, wie „balmyou“ Sheabutter gewinnt.

Eines meiner persönlichen Highlights war die Kochshow von Serkan Tunca. Er lebt seit 2010 vegan und ist Chefkoch im veganen, Münchner Restaurant „Siggis“. Viele Köche, machen in ihrem Job nur die immer gleichen Gerichte und privat so gut wie gar nichts, doch Serkan ist mein absolutes Vorbild. Ständig neue Rezepte, Workshops, Kochshows, Kochkurse und es wird nie langweilig, dafür immer gut. Auf der Messe gab es Spinatknödel mit Käsefüllung und karamellisierten Kaiserschmarrn mit Apfelmus. Die Rezepte hat er bereits online veröffentlicht  und sind beide sehr empfehlenswert!

Bei der Tombola hatten wir leider kein Glück. Schade, denn es gab wirklich tolle Preise, wie  Menstruationstassen von „Tinkacare“  und diverse Leckereien zu gewinnen, dafür haben wir uns aber selbst das ein oder andere gegönnt. Positives hatte es auf alle Fälle, bis zum Schluss zu bleiben, da die Stände den Rest ihrer geöffneten Probiergläser und sonstigen Ware verschenkten. So konnte man sich noch etwas Gemüse oder Marmeladen für zu Hause mitnehmen.

Meine Freundin Eva war zum ersten Mal auf einer Messe dieser Art. Ihr fiel auf, dass die Menschen dort alle komplett unterschiedlich sind und nicht nur dem typischen Klischee eines barfüßigen „Ökos“ mit Rasterfrisur entsprechen. Es waren sowohl Junge, als auch Alte, Frauen wie Männer, in Hemd, Bandshirt oder Hoodie dort anzutreffen. Genau das finde ich auch jedes Mal total faszinieren, dass man scheinbar doch so unterschiedlich ist, letztendlich jedoch trotzdem den gleichen Lebensstil verfolgt und man die gleichen Werte schätzt. Es entsprach auf jeden Fall dem Banner am Eingang: „Die Messe für alle, die etwas besser machen wollen“.“

Fotos: Lena Hilger


Vegtastische Grüße!

Sabrina

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## Vielen Dank an Forum Futura UG für die Einladung zur Messe.

Vegtastisch

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Ich heiße Sabrina und lebe in einem Häuschen bei Neu-Ulm in Bayern. Seit 2016 bin ich Mama eines kleines Bubs. Ich liebe es zu reisen - mit dem Rad, dem Auto, der Bahn. Ich schreibe über die verschiedensten Themen und versuche dabei das Thema Nachhaltigkeit immer im Fokus zu haben.
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One thought on “Heldenmarkt 2018 in München – so war´s

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