POCKET KOLUMNE: Weihnachten steht vor der Tür – Geschenkideen für Weihnachtsgeschenke mit Hirn

 

Bereits gestern habe ich angekündigt, dass es von mir in diesem Jahr keinen Online-Adventskalender mit täglichen Gewinnen hier geben wird. Warum? Ich finde es sinnlos, dass zu dieser Zeit unendlich viele Pakete und Päckchen quer durchs Land gesendet werden, die auch noch viel Müll hinterlassen. Und das um (oft günstige und nicht hochwertige) Stücke an Gewinner zu bringen, denen oft auch die Wertschätzung dafür fehlt, wie viel Aufwand solch ein Adventskalender ist. Statt Gewinnspielen gibt es dieses Jahr von mir also jeden Tag Tipps für ein nachhaltiges Weihnachten oder auch sinnvolle Geschenkideen. Naja gut, ein paar Gewinne haben sich auch für diesen Monat eingeschlichen. Über das Thema ’nachhaltige Weihnachtsgeschenke‘ habe ich mir auch in meiner monatlichen Nachhaltigkeits-Kolumne Gedanken gemacht, die ich hier gerne mit Euch teile.

Geschenkideen für Weihnachtsgeschenke mit Hirn

Es ist nun nicht mehr lang bis Weihnachten. Statt sinnlos irgendwelche Sachen zu verschenken, nur damit was verschenkt wurde wäre es doch schön, in diesem Jahr mal Geschenke mit Hirn an die Liebsten zu verteilen. Dabei muss man oft noch nicht mal tief in den Geldbeutel fassen. Nachhaltige Produkte sind sinnvoll und man schenkt mit gutem Gewissen. Geschenke dienen ja auch irgendwie der Wertschätzung einander gegenüber. Bei einem Geschenk merkt man sofort, ob sich jemand Gedanken gemacht hat oder einfach nur losgezogen ist und das nächstbeste Stück gekauft hat. Natürlich hat jeder eine andere Vorstellung von einem gelungenen Geschenk. Gerade an Weihnachten ist es aber doch schön, mit seinem Geschenk aus der Masse der Geschenke herauszustechen. Umweltbewusst zu schenken muss dabei nicht zwingend ein Widerspruch in sich sein.

Nachhaltiges Schenken

Um wirklich nachhaltige Geschenke zu machen sollte man sich intensiv Gedanken machen, was der Gegenüber sich wünscht. Auch wenn dabei ein bisschen die Überraschung und Spannung verloren geht dürfen auch Erwachsene einen Wunschzettel schreiben, nicht nur die Kleinsten in der Familie. Ein Wunschzettel verhindert Fehlgriffe, einen Umtausch, Enttäuschungen und im schlimmsten Fall sogar den Mülleimer.

In Secondhand-Shops und auf Flohmärkten lassen sich oftmals sehr individuelle Geschenke fernab der Stange oder aktuellen Angeboten aus Shopping-Centern ergattern. Gerade bei solchen Geschenken kann die Freude über einen gefundenen Schatz riesig sein.

Statt online zu shoppen sollte direkt vor Ort in der Region gekauft werden. So wird einerseits der regionale Handel unterstützt aber auch die Umwelt geschont wenn kein Paket durch halb Deutschland oder die Welt transportiert werden muss.

Nützliche Geschenke sind gerade bei Erwachsenen oftmals sinnvoller als irgendwelche Wegwerf-Artikel. Auch wenn diese vielleicht kurzzeitig Spaß bringen oder für einen Lacher unterm Tannenbaum sorgen – am Ende landen sie doch eher auf dem Müll. Nützliche Geschenke kosten genauso viel, bringen dem Beschenkten aber langfristig mehr.

Gerade wenn man Kinder beschenkt sollte nochmals doppelt so intensiv über die Qualität des Geschenks nachgedacht werden. Auch die Herkunft der Geschenke ist eine entscheidende Frage. Fair produzierte und gehandelte Geschenke sind vielleicht nicht im Discounter um die Ecke zu finden, bringen aber Karmapunkte satt.

Es gibt auch Leute, die verzichten zu Weihnachten komplett auf das gegenseitige Beschenken und spenden das so gesparte Geld an beispielsweise soziale Projekte oder Einrichtungen. Auch diese Form des Schenkens ist eine Überlegung wert. Schließlich geht es uns alles in allem brutal gut hier in Deutschland. Und wenn wir mal tief in uns hineinhören brauchen wir das meiste was wir uns so kaufen oder wünschen in Wirklichkeit gar nicht unbedingt.

Eine schöne Form des Schenkens ist und bleibt das Verschenken selbstgemachter Dinge. Oftmals stecken in diesen Geschenken soviel Herzblut und Kreativität, dass sich der Beschenkte noch mehr darüber freut als über gekaufte Artikel.

Weihnachten ist doch auch eine tolle Gelegenheit um statt einem handfesten Geschenk einfach mal ’sich selbst‘ zu verschenken. Ob in Form eines Gutscheins für ein gemeinsames Abendessen, einen Familienausflug oder sonstige gemeinsame Aktivitäten – von solch einem Geschenk haben alle Beteiligten etwas.

Nachhaltiges VERschenken

Auch die Art, wie man Geschenke macht sollte bedacht werden. Gerade auch die Verpackung der Geschenke ist ein wichtiges Thema. Unendliche Müllberge allein an verbrauchtem Geschenkpapier entstehen an Weihnachten. Und dabei wurde das meiste Material nur ein einziges Mal verwendet. Statt Geschenkbändern könnten aber doch einfach Stoffreste verwendet werden und auch das gekaufte Geschenkpapier lässt sich ganz einfach durch Zeitungspapier, Prospekte oder alte Versandkartons ersetzen.

 

 

Solche Vereinbarungen oder „Geschenke-Regeln“ innerhalb der Familie oder unter Freunden zu treffen kann eine ganz neue Art von Spaß unter den Christbaum bringen. Die Kreativität ist gefragt und man macht sich sicherlich automatisch mehr Gedanken über die Geschenke. Der vorweihnachtliche Shopping-Stress wird ganz wie von selbst entschleunigt und das Gerenne mit tausenden Menschen auf der Jagd nach billigen Müll-Geschenken entfällt auch.

Wer übrigens richtig nachhaltig handeln möchte an Heilig Abend, der kann beispielsweise das übrige Festessen in diversen Facebook-Gruppen für Lebensmittelretter anbieten.

Dieser Artikel erschien übrigens im Rahmen meiner Kolumne im POCKET Magazin für Ulm und Umgebung in der Ausgabe Dezember 2017. Im letzten Monat ging es in meiner POCKET Kolumne übrigens um das neue Portal in meiner Heimat: ‚FUND YOUR FARMER‚.

Vegtastische Grüße!

Sabrina

 

 

Vegtastisch

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Ich heiße Sabrina und lebe in einem Häuschen bei Neu-Ulm in Bayern. Seit 2016 bin ich Mama eines kleines Bubs. Ich liebe es zu reisen - mit dem Rad, dem Auto, der Bahn. Ich schreibe über die verschiedensten Themen und versuche dabei das Thema Nachhaltigkeit immer im Fokus zu haben.
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