„Doing that Blogger Thing“ – Genervt von der Bloggerwelt

Mini-Update: DANKE für Eure tollen Kommentare! 🙂

Normalerweise ist das nicht meine Art hier auf dem Blog, aber heute muss ich mich einfach mal auskotzen. Ich kann es nicht mehr sehen: einige sogenannte „Blogger“.

Ironisch, ich weiß. Schließlich gehöre ich ja selbst zu diesem Bloggervolk. Und das nun schon seit über (teils kuriosen) 3 Jahren.

Trotzdem ist es so, dass mich andere Blogger größtenteils wahnsinnig machen. Damit meine ich keineswegs die guten, interessanten, erfolgreichen, tollen, spannenden und kreativen und produktiven Blogger, denen ich folge sondern Personen, die sich in letzter Zeit dazu entschließen Blogger zu werden.

Zunächst muss ich zugeben, dass mein Blog auf gar keinen Fall perfekt ist. Ich müsste mehr Zeit in Themen wie Suchmaschinenoptimierung stecken, müsste Fotos mehr bearbeiten, müsste Fehlerlinks ausbessern, Rechtschreibfehler besser prüfen,… (dauert nur leider alles unfassbar lange und mit Baby kommt man echt zu nix). Ich weiß all das, aber ich will ja auch gar nicht perfekt sein. Perfekt ist ätzend. Gerade erst habe ich wieder ein paar Änderungen an meiner Navigation beispielsweise vorgenommen.

Meinen Blog habe ich damals einfach so gestartet. Es war als Idee lange in meinem Kopf und um Nachhinein bereue ich ein bisschen nicht schon früher angefangen zu haben. Beispielsweise als ich mich von meinem Job verabschiedet haben vor 4 Jahren und mit Rucksack ein halbes Jahr insgesamt ständig auf Reisen war und nebenbei nur Sport gemacht habe und einen coolen Barjob hatte. Das war der Sommer meines Lebens und gerade die Reisethemen hätte ich unbedingt bloggen sollen. Aber was solls, ich hab dann eben später angefangen als ich Veganerin wurde. Aber darum geht es jetzt auch gar nicht.

Ich habe damals einfach angefangen. Habe einen Onlinekurs bei zwei tollen Blogger(-Vorbildern) gemacht, mir eine Website gebaut und losgelegt. Na gut, ich gebe zu ein bisschen Vorkenntnisse hatte ich durch meinen beruflichen Werdegang. Studium Informationsmanagement und Unternehmenskommunikation, Jobs in PR-Agenturen, Marketing Managerin, Online-Marketing Managerin und dann selbständig im PR-Bereich. ABER: Ich hatte beispielsweise noch nie eine Website programmiert. Und dann tat ich es einfach. Mit Büchern, Online-Tutorials aber am allermeisten einfach Learning by Doing. Das ist nämlich der Punkt: Einfach machen!

Was allerdings heute in der sogenannten Blogger-Szene so los ist – ich schüttel nur den Kopf. Und langsam aber sicher so doll, dass es mich richtig nervt. So ziemlich JEDER glaubt offensichtlich plötzlich bloggen zu müssen. Weil man denkt, man bekommt ständig tolle Gratisprodukte quasi ohne groß was dafür zu tun außer einem kleinen Foto bei Instagram.

Es gibt bei Facebook ein paar Blogger-Gruppen. Diese habe ich bisher sehr gerne gelesen und verfolgt um mir selbst Inspiration zu holen, mich auszutauschen mit anderen Bloggern oder auch ab und an mal eine Frage zu klären rund ums Bloggen. Die Produktivität und der gegenseitige Support in (leider nur einigen wenigen) Gruppen ist toll und hilft.

In den letzten Wochen aber waren diese Gruppen eher voll von Idioten. Das muss ich jetzt echt so sagen.

„Liebes faules Neu-Blogger-Pack,

Ihr macht mich WAHNSINNIG! Und wahrscheinlich richtig große Blogger gegen die ich ein kleines Licht bin noch viel mehr. Ihr bemüht euch absolut nicht, Euch selbst etwas beizubringen oder zu recherchieren. Es ist nämlich einfacher Eure dummen Fragen einfach in gefühlte 100 Gruppen gleichzeitig zu posten und zu hoffen, dass man für Euch die Probleme Eurer Welt löst. Dabei sind Eure Themen noch nicht mal richtige Probleme sondern einfach das Ergebnis Eurer eigenen Faulheit. Kennt Ihr Google?! Kennt Ihr Youtube?! Benutzt es! Kennt Ihr Bücher?! Kennt Ihr Apps?! Kennt Ihr Ratgeber(-Bloggs)?! Lest Sie!
Hört auf damit produktive Gruppen mit Euren lächerlichen Themen zu fluten. Ganz ehrlich, wenn du nicht mal weißt, wie man einen Link zu einer anderen Website setzt dann behaupte verdammt nochmal nicht ein Blogger zu sein! Hört auf damit!“

Ach ich könnte stundenlang so weiter schimpfen. Es bringt ja nichts.

Vielleicht sollte ich mal ein paar Beispiele anführen, damit meine Leser mich verstehen und sich nicht nur fragen, warum ich so unhöflich bin heute. Ja, man kann immer alles netter sagen. Aber nein, nicht ich. Nicht heute. (Friends know why…)
Solche „Blogger“ vernichten das Business. Das Thema Blog schwappt gefühlt endlich über Deutschland – was in anderen Ländern schon viel weiter verbreitet ist und auch als Job akzeptiert ist. Und dann kommen diese Nasen und vermiesen es.
Damit meine Leser mich besser verstehen: Vielleicht bist du selbst gelernter Fotograf, oder Grafiker oder was auch immer. Dann kommt jemand, der „macht Fotos“ oder „bastelt Logos“ – aus Spaß an der Freude und für umsonst. Mehr schlecht als recht aber trotzdem schreien Menschen, die eigentlich deinen zahlenden Kunden seien sollten sofort laut „Hier!“. Ende vom Lied: Deine Kunden bekommen was sie wollen für lau. Allerdings in mieser Qualität (was sie aber im ersten Moment vielleicht noch gar nicht selbst merken weil sie sich noch so über den neuen Schrott freuen.) Und an Euch ist keiner mehr bereit für tolle Fotos vom Fotografen Geld zu bezahlen.

Versteht mich nicht falsch. Ich weiß, dass Blogger kein Beruf ist für den man eine Berufsausbildung macht usw. Aber man arbeitet sich nun mal eben doch ins Thema ein. Verbringt seine Zeit damit, steckt sein Herzblut hinein,… Und dann kommen wieder die bereits erwähnten Nasen und möchten quasi eins zu eins kurz mal an einem Tag kopieren was du in Jahren aufgebaut hast. Und das nur, weil sie in Zukunft „auch mal einen Raumspray für 2,50 Euro von einem Unternehmen geschenkt bekommen wollen“ – weil so läuft das Blogger-sein ja nun mal. Falsch!

Nun also Beispiele aus Facebook-Gruppen für Blogger. Quasi eine Top-Liste von Themen, die mir in den letzten Tagen begegnet sind und bei denen ich meine Klappe nicht halten konnte und meinen Senf dazu geben musste. Ist natürlich nicht grade freudig entgegen genommen worden. Isch mir Wusrscht (wie die Schwäbin in mir sagt.)!

Dabei sind übrigens auch Beispiele von Unternehmen, die sich in den Gruppen rumtreiben um Blogger für Kooperationen zu finden. Mit denen ist es ehrlich gesagt auch immer schlimmer in letzter Zeit. Ich weiß daher gar nicht mal, welche Sorte ich schlimmer finde. Ich weiß noch nicht mal ob ich es traurig oder lustig finde, dass diese dreisten Unternehmen und die naiven Blogger-Neulinge dann sogar noch zusammenfinden.

  • „Ich bin ganz neu mit meinem Blog und habe mal eine Frage: Wo im Blog kann ich eigentlich einstellen, dass man auf die Seite eines Unternehmens kommt wenn man den Namen anklickt.“
    Ich: „Google doch mal.“
    Mitglied: „Was muss ich da eingeben?“

    Echt jetzt?! Es heißt LINK! Und man VERLINKT andere Websites. Und wenn du nicht mal diesen Button in deiner Web-Software kennst oder findest oder zumindest über Google oder einen Ratgeber oder ein Tutorial bei Youtube die Lösung rausfindest, dann SOLLTEST DU DICH VIELLEICHT MAL FRAGEN OB BLOGGEN FÜR DICH DAS RICHTIGE IST!!
    Zur Erläuterung für alle: Es ist ungefähr so, wie wenn man behaupten würde Fotograf zu sein und dann einen Fotografen fragt wo eigentlich an der Kamera der Auslöser sitzt.
  • Mitglied: „Hallo zusammen, hat jemand einen Kontakt zu einem Hersteller für Staubsauger? Unserer ist gerade kaputt gegangen und wir brauchen dringend kostenlos einen Ersatz.“
    In dem Fall habe ich mich nicht eingemischt, denn die anderen Mitglieder haben sich schon genug aufgeregt.
  • Mitglied (in dem Fall wohl Mitarbeiter eines Unternehmens): „Wir suchen Leute, die Lust haben unser Produkt (you Name it…) im Wert von X (gefühlt 2,50 Euro) zu testen und darüber auf ihrem Block (kein Witz!) zu berichten. Wir erwarten einen Artikel mit mindestens 300 Wörtern, 5 Fotos, einen Dofollow-Link und einen Post in allen Social Media Kanälen. Das Produkt darf im Anschluss auch behalten werden. Bezahlen können wir aktuell leider nichts.“
    Und die ganzen Nasen kriechen aus ihren Löchern und freuen sich wie bescheuert. Ja ne, is klar. (Ach und über die unzähligen neuen Produkttester-Blogs fange ich gar nicht erst an zu schimpfen!)
  • Mitglied (in dem Fall wohl Mitarbeiter einer Tourismus-Agentur): „Welche Blogger möchten uns besuchen kommen und über unser neues Museum schreiben. Übernachtung sowie An- und Abreisekosten an den Arsch der Welt werden nicht übernommen. Der Eintritt ins Museum ist frei für eine Person (kostet regulär 5 Euro). Bewerbt euch jetzt mit einem Motivationsschreiben und Beispieltexten.“
    Kommt schon – echt jetzt?! In dem Satz weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll zu lachen.
  • Mitglied: „Hallo in die Runde. Sagt mal, wie schreibt ihr eigentlich Unternehmen an, von denen ihr etwas umsonst haben wollt. Habt ihr da mal Beispiel-Mails für mich?“
    An dieser Stelle höre ich auf die Beispiele zu kommentieren – ich glaube das Problem wird langsam deutlich…
  • Mitglied: „Hallo Blogger, kommt in unseren Freizeitpark. Ihr dürft zwei Stunden lang Achterbahn fahren. Übernachtung sowie An- und Abreisekosten werden nicht übernommen.“
  • Mitglied: „Ich fange demnächst auch einen Blog an. Wie macht ihr das denn, dass ihr auf Pressereisen dürft (am liebsten Flugreisen außerhalb Europas)? Kann man da seinen Freund eigentlich auch kostenlos mitnehmen?“
  • Mitglied: „Ich bin neu im Thema und habe auch erst zwei Artikel geschrieben. Wartet ihr eigentlich bis die Firmen zu Euch kommen oder schreibt ihr denen selbst?“
  • Mitglied: „Wir richten uns an Blogger, die Spaß bei unserer Kampagne haben wollen und keinen finanziellen Hintergrund sehen.“
  • Ich habe einmal selbst ein Projekt gehabt, bei dem ich Unterstützung von Bloggern gesucht hatte. Da gab es ernsthaft Anfragen, in denen stand nicht mehr als „Ich habe einen Blog und will testen.“

Mit meiner Meinung stehe ich aktuell übrigens zum Glück nicht alleine da. Allgemeines Beschweren oder Amüsieren über solche Beispiele machen seit kurzem die Runde und es gibt schon viele Blogartikel dazu. Auch über dreiste Kooperationsanfragen, die wir Blogger oft per Mail von Unternehmen erhalten. Aber von denen fange ich hier erst gar nicht an. Nur ein kleines Beispiel: Mir wurde schon mal Käse zum Testen angeboten. Äh, ich bin ein veganer Blog…

Ebenso fange ich gar nicht erst davon an, wie viel Neid und Hass es unter Bloggern untereinander gibt.

Auch genervt bin ich von Bloggern, die tolle Reisen und Einladungen in Restaurants und zu Events oder Produkte „abstauben“ und dann niemals darüber bloggen. Ich kenne Blogger, die reisen nur mit leerem Gepäck, weil sie auf Events und Reisen soviel Zeugs geschenkt bekommen. Bloggen tun sie darüber auch so gut wie nie, denn das „sind ja alles nur PR-Samples, für die man nix bezahlt bekommt wenn man drüber berichtet…“ End vom Lied ist es dann oft, dass betroffene Kooperationspartner gar nicht mehr mit Bloggern arbeiten wollen. Schlechte Erfahrung prägt da eben und so verkommt der Bloggerjob. Ich hab auch mal eine junge Bloggerin kennengelernt, bei der mir sofort auffiel, was für schlecht gepflegte Zähne sie hat. Ein paar Wochen später sah ich bei Instagram ihre Werbung für Bleachingprodukte – da konnte ich mich nur totlachen.

Butter bei di Fische

Jetzt aber mal im Ernst. Ich habe mich selbst dazu entschieden Blogger zu sein. Und ja, ich mache das aktuell quasi beruflich – ansonsten bin ich Vollzeit-Mama. Und ja, zu Anfangs habe ich auch für kostenfreie Produkte oder Reisen statt Bezahlung gebloggt ab und an. Wenn es um Produkte ging, die ich sowieso anschaffen wollte oder bei Kooperationen, die durch mein eigenes Engagement zustande kamen – diese waren dann aber dementsprechend wertvoll. Und ja, ich verdiene zwischenzeitlich Geld damit. Und ja, so viel, dass ich meine Miete davon bezahlen kann zwischenzeitlich. Das geht aber noch nicht lange und ich weiß auch natürlich nicht, ob es immer so sein wird. Deswegen habe ich neben dem Blog immer auch andere Projekte und Jobs am laufen. Ich gebe Kochkurse und Coachings, ich veröffentliche Projekte wie meinen Vegan Guide für Ulm, ich schreibe für Magazine, … ABER: Seit ich ein Kind habe fällt mir noch mehr auf, wie viel Arbeit eigentlich in so einem Blogartikel steckt. Keiner, der seinen Blog professionell betreiben möchte sollte daher stundenlang damit beschäftigt sein einen Artikel zu erstellen inklusive Fotos und allem was dazu gehört und als Vergütung ein Produkt im Wert von 2,50 Euro erhalten. Unzählige Blogger leben zwischenzeitlich von ihrem Blog. Mit wie viel Arbeit das einhergeht ist auch bei jedem Blogger anders. Es spielen ja auch viele Faktoren rein (zum Beispiel die Reichweite).

Naja, aber letztendlich ist jeder für sein eigenes Glück verantwortlich. Und vor allem ist Erfolg meiner Meinung nach eine Definitionssache. Wenn ein Blogger sich selbst für erfolgreich hält, weil er mal ein Duschgel gratis von einer Firma zugeschickt bekommt und dann darüber berichten „darf“ – dann Glückwunsch!

So, die Luft musste jetzt echt mal raus sonst wäre mir der Hals geplatzt… Freue mich auf Meinungen (falls Ihr überhaupt noch mit mir redet nach meinem ganzen Gemotze).

Vegtastische Grüße!

Sabrina

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Vegtastisch

Vegtastisch

Ich heiße Sabrina und lebe mein veganes Leben bei Neu-Ulm in Bayern. Ich bin Fachberaterin für vegane Ernährung. Auf VEGTASTISCH schreibe ich über Hotel- und Restauranttipps, Veranstaltungen, Produktvorstellungen, Rezepte und meine Kochkurse. Natürlich alles 100 % vegan!
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31 thoughts on “„Doing that Blogger Thing“ – Genervt von der Bloggerwelt

  1. Jean

    ein toller Artikel und du hast so recht damit. Ich habe zwar auch gerade erst wieder angefangen( hatte vor x Jahren einen Blog, musste ihn aber aus persönlichen Gründen aufgeben) aber auch mitbauten immer wieder diese Blogger über den Weg denen es nur um kostenlose Produkte geht. Aber weißt du was? Viele davon sind Eintagsfliegen und nachdem sie das 234 Pröbchen mit 1263 Wörtern und Links auf Ihren Blog beschreiben durften, werden sie merken wie dumm das eigentlich ist. Allerdings sollte sich sowas dann nicht Blogger nennen. ( davon nehme ich diejenigen raus die wirklich mit Hirn, Humor und Herz durchaus Potential haben.)

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  2. nina

    Hahaha, das mit der Achterbahn und dem „keinen finanziellen Hintergrund“ hab ich auch gelesen.

    Generell hast du recht. Bei manchen Fragen frag ich mich auch, ob denen das gar nicht peinlich ist?
    Manchmal hat man aber vll auch einfach nur ein Brett vorm Kopf?
    Ich blogge auch schon seit ein paar Jahren, aber bei meinem neuen Baby hatte ich auch ploetzlich Fragen, bei denen ich hinterher dachte: Gott, was stimmt denn mit mir nicht?? 😂

    Liebe Gruesse
    Nina

    Reply
    1. Vegtastisch Post author

      Das kenn ich schon auch, aber da würde ich mir nicht trauen in Gruppen zu posten sondern würde erstmal selbst recherchieren. Denn meist ergibt sich die Frage dann ganz schnell von selbst. Ist halt Zeitintensiv. 😉

      Reply
  3. Andorim

    Hi, ich finde deinen Artikel über das Thema sehr gut 🙂 Ich selst habe anfang des Jahres einen Blog gestartet. Aber weder um Geld zu verdienen nich um Gratis Produkte abstauben zu können. Ich mache es aus Spass. Deswegen gibts bei mir auch Post, wenn ich gerade Lust habe. Aber was ich eigentlich sagen will. Eigeninitiative, grade beim Aufbau muss schon sein, denn genau das ist doch der Spass daran. Etwas selbst aufzubauen, ohne alle 5 Minuten jemanden zu fragen, wie das und das geht. Sonst hätte man es ja gleich jemand anderes machen lassen können 😉 So nun wars genug geschwafel. ThumpsUp fur deinen Post. ~ Andorim

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    1. Vegtastisch Post author

      Dankeschön! Und viel Glück mit deinem Blog! P.S. Bei vielen Fragen helfen die Facebook-Gruppen ja auch gerne weiter. Aber ich finde, es muss halt ersichtlich sein, dass derjenige auch erstmal selbst ein bisschen sein Hirn benutzt hat. 🙂

      Reply
  4. Elena

    Ein toller Artikel, der mich auch zum schmunzeln gebracht hat. Ich wundere mich öfter auch wie wenig Eigeninitiative manche in ihren Blog stecken. Aber wer die Taktik beibehält, der macht es auch nicht lang. Ich persönlich recherchiere auch erstmal bevor ich eine Frage in Gruppen poste und Google hilft da ja meist sehr schnell und sehr gut. 🙂
    Ich wünsche dir noch einen schönen Feiertag und lass dir liebe Grüße da!
    Elena

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  5. Julia

    Liebe Sabrina,
    ich finde du hast völlig recht. Du hast es echt auf den Punkt gebracht, Respekt dafür! Ich habe selbst einen noch relativ kleinen Blog und wundere mich über das unglaublich große Angebot an Blogs. Ich stecke immer sehr viel Arbeit in meine Posts. Ein Blog braucht einfach Eigeninitiative, denn sonst wird der Blog nicht der EIGENE Blog. Es gibt inzwischen so viele Blogs, die einander ähneln. Das finde ich schade.
    Ich könnte jetzt noch ewig weiter über dieses Thema schreiben, aber ich glaube das sprengt den Kommentar.
    Das Thema deines Beitrages hat mich echt super mitgerissen. 😀 Ein toller Beitrag, weiter so!

    Liebe Grüße Julia
    http://diejuliy.com/

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  6. Kirsten

    Hallo Sabrina!
    Mir gefällt es sehr gut was du geschrieben hast.
    Ich habe auch erst seid kürzer Zeit eine Website und einen Blog, mach dies weil ich mit meinen Themen , die mir wichtig sind, bekannt machen will und ich hoffe natürlich auch, dass sie meiner Zielgruppe weiterhelfen.
    Tendenziell spiegeln deine Beispiele eine Richtung , die mir insbesondere in den Social Media Plattformen und Gruppen aufgefallen sind. Die Menschen sind zu faul sich mit Themen auseinanderzusetzen und selber nachzulesen, da ist es doch praktisch,“ blöd „zu fragen, dann machen andere diese Arbeit.
    Da sowas nervt, muss es auch manchmal raus!! Gut gemacht!
    LG
    Kirsten

    Reply
  7. Tom

    Sehr gut geschrieben! Ich bin dennoch der Meinung, dass sich in solchen Fällen der Markt selbst reguliert. Meinen Blog gibt es auch noch nicht so lang, ich bin aber nicht so verblendet um zu glauben, dass man mit 5-6 Artikeln schon Star der Szene ist 😀
    Hauptsächlich soll es immer noch Spaß machen und das macht es mir. Alle die wenig Investieren aber viel bekomme wollen, werden auf kurz oder lang aufgeben, da ihnen bewusst wird, wie anstrengend es eigentlich ist, ordentliche Artikel zu schreiben und diese dann auch noch zu promoten.
    Von daher würde ich die Sache ganz entspannt sehen 😉

    Die Anfrage vom Phantasialand mit den Achterbahnen habe ich auch gelesen. Köstlich 😀

    Liebe Grüße Tom

    Reply
  8. Peter / PetersTravel

    Hm! So ganz kann ich es nicht nachvollziehen:
    Einerseits ist das kein wirklich neues Phänomen, denn das hat es doch schon immer gegeben. Gut, vielleicht nimmt das in letzter Zeit zu, weil allgemein mehr über Blogger berichtet wird und deswegen mehr vom Kuchen abhaben wollen.
    Andererseits: vielleicht bist du in den „falschen“ Gruppen unterwegs? Es wird immer wieder sporadisch vorkommen, aber ich bin weitestgehend davon verschont. Und wenn es zu dreist wäre, würde ich wahrscheinlich auch mal reagieren…
    BG, Peter

    Reply
  9. Franz

    Servus aus Österreich,

    Ich kann Dich gut verstehen, aber ich möchte Dir eine andere Sichtweise vermitteln. Und zwar…

    Schuld an dieser Entwicklung sind Dumpfbacken wie zB ein Herr Tutorial, der den Kiddies diesen Mist nun jahrelang vorlebt und diese gutgläubigen Teenies nehmen das für bare Münze. Auch ein Christoph Krachten mit MediaKraft sei erwähnt.

    Grundaussage: Du brauchst keinen Beruf! Bau dir einen Blog und lebe, wie ich, wie die Made im Speck.

    Siehe Sally’s Welt. Von der ich seit der letzten Tortenmesse in Wels (OÖ) noch weniger halte als davor.

    Woher soll den so ein aufgescheuchtes Hühnchen nun wissen was es alles dazu bedarf?

    Keiner gibt denen Stichworte wie: PHP, HTML, SQL, SEO, SEM, Analytics, Adsense, Search Console, Webmaster Tools, Photoshop, Lightroom, Premiere, etc pp.

    Keiner sagt denen, dass hinter solchen Monstern eine Maschinerie steckt.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Das Endergebnis liest Du in den Gruppen.

    An dieser Stelle beende ich mein Statement auch, da es sonst länger als Dein Artikel werden würde 😉

    Genieße den Sommer
    Franz

    Reply
  10. Lena

    Hallo Sabrina,

    danke! Einfach nur danke!

    Wir selber sind erst seit kurzem mit einem Blog dabei und ständig lese ich nur Fragen wie „Wie komme ich an Produkte?“, „Wie verdiene ich am meisten Geld mit meinem Blog“ etc. In vielen Gruppen auf Facebook geht es tatsächlich oft nur darum, was abzustauben. Und wir stehen da und denken nur „WTF“

    Und tatsächlich werden wir auch teilweise einfach verlacht, weil wir sagen „Nö, wir bloggen über das was wir mögen und wollen damit kein Geld verdienen“. Wir machen das gerne, wir machen weil es Spaß macht – und wenn wir damit Menschen unterhalten, umso besser. Wir möchten den Menschen einfach zeigen, was wir mögen. Und dann wird man als jemand abgestellt, der „nur Dinge abstauben will“

    Demnach, noch einmal lieben Dank!

    Reply
  11. Anna

    🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣
    Ich kann nicht mehr!
    Danke, für den Artikel.
    Da kann man nur herzlich (Aus-)Lachen und den Kopf schütteln. Keine Worte. Wirklich.

    Reply
  12. Alina

    Hallo Sabrina, vielen Dank für deinen amüsanten Post!
    Mich regen auch solche Menschen auf, die garkeine Ahnung davon haben. Ein liebloses Design haben, nie auf Kommentare eingehen & ja nur bloggen um Gratis Produkte abzustauben. Ich blogge auch noch nicht so lange (fast 1 Jahr) & habe teilweise auch schon so komische Anfragen bekommen zwecks Do Follow Links, sowas wird bei mir gleich gelöscht. Ich denke auch, dass die Problematik ist, dass sich viele Menschen am Anfang sich nicht mit den Bloggen ausseinander setzen und sich zusagen „unter Wert“ verkaufen, ich sehe täglich immer wieder wie sich kleine Blogger die kaum Kommentare haben & naja ein 0815 Blog haben, täglich irgendwelche Sachen hinklatschen 3 Wörter schreiben und das dann ein „Bericht“ nennen. Naja, was solls es bringt nichts, sich da darüber aufzuregen. Was ich bisjetzt gelernt habe, ohne Fleiß kommt nichts! Und ich denke auch, dass das teilweise die Firmen erkennen, wer seinen Blog pflegt und wer nicht (hoffentlich). Liebe Grüße Alina

    Reply
  13. hellothanh

    huii, da hast Du jetzt viel Zeit reingesteckt. Ich kann dich verstehen und mir gefällt die Entwicklung der bloggerszene auch nicht. In letzter Zeit werde ich öfters angeschrieben, ob ich nicht Tipps geben könnte, wie man „gratis“ Produkte abstauben kann.

    Ich habe das Bloggen vor 6 Jahren begonnen um einen Ausgleich zu meinem Studium und Berufsleben zu finden. Da hat es noch gar nicht Blogger Events und Co gegeben.

    PS. Wie gehts dir mit deinem jungen Mann? 🙂

    Reply
    1. Vegtastisch Post author

      Hallo Liebes! Danke für deinen Kommentar. Uns geht es sehr gut. Du kommst ja bestimmt jetzt auch viel weniger zum Bloggen mit Nachwuchs 🙂

      Reply
      1. hellothanh

        Am Anfang habe ich den Druck gehabt, Content produzieren zu müssen, aber ich sehe das jetzt viel entspannter. Baby comes first and second sleep 😉

        Wenn ich Zeit zum Bloggen habe, dann mache ich es auch – wenn nicht, dann nicht. Don’t worry, be happy

        Reply
  14. Franz

    Also ich kann dieser Entwicklung durchaus etwa Positives abgewinnen: Es wird eine dringend notwendige Professionalisierung und Bereinigung angestoßen. Und jetzt bitte erst weiterlesen bevor ablehnen 😉

    Es ist doch so: Unternehmen haben nichts zu verschenken, sondern wollen/müssen knallhart Ergebnisse erzielen. Zumindest langfristig werden sie also nicht mit Bloggern zusammenarbeiten, die wenig/nicht bloggen und keine Reichweite haben. Ich sehe uns aktuell in einer Übergangsphase. Vielen Unternehmen fehlt die Erfahrung im Umgang mit Bloggern, weswegen sie auch die von Dir angesprochenen einladen und bedient. Aber sie merken auch schnell, dass da nichts rumkommt für sie. Und dass angebliche Reichweiten bei schlechten Blogs umeist gelogen sind. Denn warum sollten Blogs ohne sinnvollen Inhalt und mit miesem Design Reichweite haben? Wo sollte die herkommen? Bestenfalls ist die Zielgruppe eine, die aus Extrem-Masochisten besteht, die den ganzen Mist trotzdem liest … 😉

    Wird der Markt jetzt geflutet von solchen Nullnummer-Bloggern, müssen auch die Unternehmen endlich tun, was schon so lange und dringend notwendig wäre: Sich endlich ernsthaft und systematisch mit der Bloggerszene in ihrem Segment beschäftigen, gute Blogger identifizieren, langfristige Zusammenarbeit mit ihnen anstoßen etc.

    Davon können gute, seriöse Blogger nur profitieren. Allerdings, dass ist der kleine Haken dabei, wird das nicht von heute auf morgen passieren. Dieser Prozess wird eine Weile dauern. Da müssen wir eben durch und die Zwischenzeit nutzen um zu zeigen, dass wir zu den Guten gehören.

    Reply
  15. Tamara

    Toll geschrieben und spricht mir aus der Seele. Das Problem ist allerdings nicht nur auf die Bloggerwelt anwendbar.
    In diversen Beautygruppen werden derart bescheuerte Fragen gestellt die man mit einem Klick zu google wesentlich schneller und zuverlässiger hätte beantworten können. Auch als ich noch im technischen Kundesupport gearbeitet habe, stellten mir Kunden manchmal Fragen, bei denen ich mich wundere wie diese Menschen überhaupt so lange haben überleben können.
    Liebe Grüße,
    Tama <3

    Reply
  16. Eva

    Haha oh man, ich kann das alles nachvollziehen. Und ich kann dazu sagen: Ich blogge sicher nicht darüber, wie man die Welt retten kann, aber ich blogge auch nicht, um kostenlos irgendwas abzugreifen. Verdienst mit meinem Blog bisher: 0 Euro. Mein Ziel: Lernen, wie bloggen überhaupt geht und vor allem: Spaß haben. Bisher ist es wirklich vor allem Spaß. Denn zum Lernen, wie es geht, gehört doch sicher auch, dass wenigstens ein paar Kröten bei rum kommen!? Hmmmm

    Reply
  17. Anja

    Hallo Sabrina, super Beitrag an alle, die nicht kämpfen wollen und andere für sich arbeiten lassen, um zu erreichen, was sie eigentlich gar nicht wollen (echtes Bloggen und einen tollen abwechslungsreichen Blog). Man sollte ihnen mal vorschlagen sich einfach als Tester zu bewerben 😆! Ich musste herzlich lachen, weil ich so mitfühle! Ganz herzliche Grüße Anja

    Reply
  18. Thorsten

    Haha…ich kann dich so verstehen…ähnlich ergeht es der „Online Marketing Agentur“-Szene, bei der jeder der Links setzt glaubt, eine Marketing oder SEO-Agentur zu sein. Wir sind 17 Jahre im Geschäft (www.urbandivision.de) und ich habe schon Viele kommen und gehen sehen. Und so wird es auch mit den „Bloggern“ sein….die Blase füllt sich noch…und in ca. 2-4 Jahren platzt sie…und dann sehen wir weiter 😉

    Reply
  19. Vegan Leather

    Hallo Sabrina,
    Du schreibst mir aus der Seele – vielen Dank für diesen großartigen Beitrag. Ich habe zwar nicht die Zeit in Kurse investiert, sondern kam über verschiedene Ecken (Texter, Zusammenarbeit mit Agenturen, SEO) dazu. Was mich heute vor allem verwundert ist die Arroganz mancher Blogger. Nun bin ich es gewohnt, mit Tools umzugehen und sehe mir so gerne die Seiten der „Stars“ auch mit diesen Mitteln an. Dabei fällt auf, dass meist diejenigen den Mund besonders weit aufmachen, die kaum Besucher noch Inhalte haben. Das ist frustrierend für all diejenigen, die bereits viel Zeit in ihr Projekt investiert haben und eher leiser Natur sind.

    Reply
  20. Anna

    Oh Gott, ich bin so froh, dass ich wohl nicht in einer dieser Gruppen bin. Zumindest habe ich solch dummen Fragen noch nie gelesen… Das ist schon verrückt, was da teilweise gefragt wird und welche Erwartungen herrschen. Mir fehlen echt die Worte.
    Aber cooler Artikel! Und das von mir, die Gemecker sonst eigentlich gar nicht ausstehen kann 😉
    Liebe Grüße aus Nürnberg
    Anna

    Reply
  21. Katta

    Ich finde es gut, dass du darauf aufmerksam machst wieviel Mühe hinter einen Artikel steckt. Doch eins kann gesagt sein, auf Dauer überleben diejenigen nicht, die auch nicht bereit sind dafür zu kämpfen angemessen bezahlt zu werden! Doch bis dahin ist es ein langer weg, überhaupt Geld dafür verlangen zu können.

    Allerliebste Grüße,
    HOLYKATTA

    Reply
  22. Jochen

    Das Problem liegt nicht mal so sehr an den Bloggern selbst sondern bei Facebook. Meiner Beobachtung nach sind die dort anwesenden meist sogar zu faul, einen Artikel den man dort verlinkt hat, zu lesen. Die von dir angesprochenen Gruppen kenne ich zwar, lese dort aber schon länger gar nicht mehr mit. Eben aus diesen Gründen. Die Thematik an sich ist ja schon so alt wie das Internet: Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Das war früher in Mailinglisten so, in Newsgroups, in Foren und heutzutage eben in den Sozialen Netzwerken.
    Am besten gar nicht drüber aufregen sondern seinen Fokus auf etwas wertvolleres lenken.

    Viele Grüße

    Jochen

    Reply
    1. Vegtastisch Post author

      Du hast damit sehr Recht. Lustigerweise habe ich in ein paar Gruppen diesen Artikel hier gepostet und die Diskussion ging irgendwann um was ganz anderes (darum ob es mehr vegane Foodblogs geben sollte…). Daran war ganz klar zu erkennen, das die Hälfte der Leute die ihren Senf dazu gaben den Artikel noch nicht mal gelesen hatten.

      Reply

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